Das Thema Spiritualität

vereinfacht sich enorm, kann ich mir selbst eingestehen, dass ich selbst der einzige Mensch bin, von dem ich mit Sicherheit sagen kann, dass er bewusst Bewusstsein wahrnimmt.

Und völlig egal, wie es in der Vielfalt wirklich ist, alles, was darüber hinausgeht, ist ein sozial geprägter Indizienprozess.

Ein letztlicher Beweis gibt es für gar nichts, ich kann nicht einmal meine eigene Existenz (über einen sozialen Konsens im Weltverständnis hinaus) beweisen. Und an alle, die letztendliche Beweise fordern: Dem es zu beweisen gilt, bleibt letztlich als einziges übrig. Und ist sich darin nicht mehr, als der Beweis seiner eigenen Existenz: Ich bin.

Jnana-Yoga, losgelöst von der Tradition betrachtet, ist so schwierig, da er erst einmal ein Training des Unterscheidungsvermögens in der Welt bedarf, bevor dieses Instrument an der Welt selbst ansetzten kann und sich selbst als die Ewigkeit subtrahiert: Was bleibt übrig, ziehe ich alles ab?

Und Sinn der Übung ist nicht mehr, als mich selbst als das Selbst zu erkennen, denn in Wirklichkeit bleibt alles übrig, aber es ermöglicht das Erkennen des unerklärlichen Selbst, das diesem Ereignis zugrunde liegt.

In dieses Selbst darf ich nun hineindeuten, was ich will. Q-Deppen sehen darin Trump und Putin als Messias, andere 10 Gebote, aber was sehe ich wirklich?

Was sehe ich selbst? Und dazu kehre ich zum Anfang zurück: Der einzige, den ich kenne, der Bewusstsein (das Selbst) bewusst wahrnimmt, bin ich selbst. Und die oder der ist auch die oder der Einzige, der diese Frage beantworten kann.

Die oder der Einzige, egal was Milliarden von Deppen über das Selbst erzählen, da es die Instanz ist, die Bewusstsein bewusst wahrnimmt.

Und wer diesen Schritt nicht tun kann, wird wie eine Fliege am Mist aus den Mündern unzähliger Propheten kleben bleiben: „So ist es, so ist es, so ist es…“, im Vergessen das Bewusstsein zu sein, das sich die Frage nach sich selbst stellt.

Und da ich das Bewusstsein immer betrachten kann, kann ich mich auch gleich dem wesentlichen Thema zuwenden und mir diese Deppen-Ausflüge ersparen.

Wer denkt, die Frage: „Wer bin ich?“, könnte mir jemand anderer als ich selbst beantworten, hat einfach noch nicht die tiefere Bedeutung der Frage erkannt.

Sie kreist um mich, nicht jemanden anderen.

Und diese Selbstbetrachtung nennt die Tradition „Atman Vichara“. Ich betrachte mich selbst in dem, in dem ich alleine bin, also im bewussten Wissen um meine eigene Existenz… ich muss dazu nicht wissen, was ich bin. Ich weiß, dass ich bin. Was ist genau das?

Und in der genaueren Betrachtung dieser simplen (aus sich seienden) Tatsache erwuchs der ganze Kosmos der Spiritualität.

Warum? In ihr stecken Informationen. Das, was gerne als selbstverständlich, keiner weiteren Betrachtung wert, erscheint (die Musik spielt in der Vielfalt), birgt in sich alle Informationen, die „spirituell“ genannt werden.

Ich muss sie mir aber in der eigenen Betrachtung (Selbstbetrachtung) erschließen, da sie nicht Glaube (der hat das und das gesagt) sind, sondern eigenes Wissen um mich selbst.

Dieses Wissen unterscheidet sich von Wissen über die Vielfalt, da es mir, habe ich es mir erschlossen, jederzeit direkt in der eigenen Betrachtung zugänglich ist.

So glaube ich dann zum Beispiel nicht, dass ich Ewigkeit bin. Das kann ich jederzeit sehen, in vielfachen Aspekten, so ich will. Erkenntnis ist im spirituellen Sinne kein Glaube, ich glaube diesem oder jenem Propheten/ Guru, sondern selbst erarbeitetes (auf die Persönlichkeit gesehen) Wissen um mich selbst.

Und wer an Kuhscheiße, äh die beiden Q-Messias Trump und Putin glauben will, gerne. Und gerne auch an alle mögliche andere Scheiße.

Nur ist Spiritualität im engeren Sinne kein Glaubensthema, sondern sie kreist um Erkenntnis. Und Erkenntnis, man mag es mir verzeihen, ist ein anderes Kaliber als der Glaube.

Jedoch ist das Thema undankbar, denn ich kann im Grunde in das Selbst (oder „Gott“) jeden Mist deuten. Und es wird mir nicht einmal direkt widersprechen. Wie ein: „Nun ja?… sehen wir mal, was daraus wird“… und das sinnbildlich mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen. Denn seine Natur ist immer auch das langfristige Korrektiv an allen Deppologien über das Selbst/ sich selbst.

Daher ist das Thema, gerade relativ (auf die Welt hin betrachtet), extrem anspruchsvoll.

Nicht, dass ich nicht selbst in vielen Themen um das Selbst ein Depp wäre, aber ich kann mir vieles vereinfachen, bemühe ich mich erst um Erkenntnis und dann…

Oder wie Ramana einst sagte: „Erkenne erst das Selbst, dann… .“ Es vereinfacht einfach vieles. Und ich komme auch ohne Q-Deppen aus.

Alleine das ist unbezahlbar. 🙂

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