Im Norden Deutschlands sagt man ja nicht „Guten Tag“, sondern nuschelt den ganzen Tag „Moin, moin“.
Und als Mensch mache ich mir gerne überflüssige Gedanken, wie die, warum das wohl so ist?
Ich vermute, es liegt am Sonnenstand, am Licht. Es gibt ja nur den Morgen und den Abend, denn so richtig hoch kommt die Sonne nicht.
Und diese Dämmerung, die nie in einen Tag („Guten Tag“) mündet, ist so langsam, dass man nicht direkt weiß, geht die Sonne nun auf oder unter?
Daher haben die Menschen wohl gedacht „Moin, moin“ reicht völlig aus. Vom Licht ist halt immer Morgen. Und Tag wird es eh nie.
Wäre nicht so eine Sauna in meinem Zimmer, hätte ich mir über anspruchsvollere Themen Gedanken gemacht, nämlich zu erklären versucht, warum gerade die nonduale Natur des Selbst jeder philosophischen Wahrheitsverkündung über das Selbst gerne einen Strich durch die Rechnung macht.
(1)
(2)