zum kosmischen Selbst gleicht in vielem der Beziehung meines Huhnes zu mir. Es sieht mich Dinge tun, die es sich nicht erklären kann. Und diese Tatsache macht mich für das Huhn oft unheimlich: „das Monster“. 🙂
Heute jagte es den Mauscursor auf dem Bildschirm. Und da es ihn auf dem Bildschirm nicht greifen konnte, „nanu, da ist wohl etwas im Weg“, suchte es ihn zuletzt hinter dem Bildschirm, aber da war nichts zu finden.
So stand es da und rätselte. Dass es auf die Idee kam, ihn hinter dem Bildschirm zu suchen, faszinierte wiederum mich, denn das ist eine beachtliche logische Leistung.
Aber es erlag darin dem Trugschluss, dass er – wie eine Fliege – in materieller Substanz vorhanden sein müsste: ist er nicht vorne, ist er hinten.
Und das sind die Trugschlüsse, denen ich als Mensch auch oft erliege, ohne auf die Idee zu kommen, dass vielleicht meine Grundannahme falsch ist.
Und dieses: „Wo liegt der Denkfehler?“ ist oft das hauptsächliche Hindernis bei einer Lösungsfindung: „Ist meine Grundannahme überhaupt richtig?“
Die sind oft so eingeschliffen, dass ich sie gar nicht mehr infrage stelle.
So ist das auch im Thema „Ich“. 🙂
Ich suche das „Ich“ in der Persönlichkeit und finde es nicht.
Das ist bei der spirituellen Selbsterkenntnis das hauptsächliche Hindernis.
So wie ich das Ich in der Gestalt greifen will, scheint es sich immer wie ein Aal zu entziehen und ist in der Gestalt nicht festzuhalten. Und erwarte ich es „innen“, also hinter der Gestalt, ist da auch nichts.
Aber lasse ich es los – also lasse die Idee los, es handelt sich dabei um eine Gestalt – steht es still und unverrückbar.
Ich muss es gar nicht suchen. Es bildet den Hintergrund zum Gesamtereignis. Und das noch völlig losgelöst davon, ein Inhalt der Raumzeit zu sein.
Hier spricht die Spiritualität dann von der ewigen Natur des Ich, oder: „the cosmic I“.
Das ist kein anderes Ich als das Ich, das ich Jahre in der Gestalt suchte.
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