das ein Forschungsergebnis thematisierte, nach dem das Gehirn mit Quantenverschränkung arbeitet, wodurch Informationen in verschiedenen Gehirnarealen gleichzeitig präsent sind.
Die Gehirnforschung versucht seit längerem, herauszufinden, was Bewusstsein ist, mit der Grundannahme, dass ein Gehirn Bewusstsein erst erzeugt.
Das ist in meinen Augen eine berechtigte Arbeitshypothese, auch wenn ich es anders sehe. Berechtigt, definiere ich Bewusstsein über wahrgenommene Inhalte, also den Bipol: „Wahnehmendes und Wahrgenommenes“.
Warum ich es etwas anders sehe, liegt daran, dass ich mich vor Jahren mit dem Thema „Wo bin Ich im Tiefschlaf?“ beschäftigte und dabei feststellte, dass es im Tiefschlaf keinen Unterbruch des Ich gibt.
Es gibt etwas, was im Tiefschlaf, anders als die Persönlichkeit, nicht abgeschaltet und beim Aufwachen (oder Träumen) wieder eingeschaltet wird.
In der Spiritualität unterscheiden daher manche Menschen zwischen Bewusstsein und Gewahrsein, wobei hier unter Bewusstsein grob dasselbe verstanden wird wie in der Naturwissenschaft, mit dem Unterschied, dass es einen leeren Grundzustand des Bewusstseins gibt, der über Inhalte nicht greifbar ist: Diesen Grundzustand des Bewusstseins nennt man in dieser Unterscheidung zwischen Bewusstsein und Gewahrsein: Gewahrsein.
Das Gewahrsein in dieser Unterscheidung ist „leeres Bewusstsein.“ Etwas, was inhaltlich „nichts“ ist, aber trotzdem vorhanden, bzw. sogar das, was wir (auch wieder unabhängig von Inhalten (und damit Raumzeitausdehnung)) als „die Wirklichkeit“ bezeichnen.
In der Spiritualität ist die Erkenntnis des Gewahrseins essenziell, denn sie ist der Schüssel zum „ewigen Ich“: Ich bin/ ist nicht nur diese erscheinende Persönlichkeit.
Wichtig ist in meinen Augen in diesem Thema nur, im Hinterkopf zu behalten, dass es zwischen Gewahrsein und Bewusstsein essenziell keinen Unterschied gibt.
Der Zustand Bewusstsein (nach dieser Definition) ist einfach: Gewahrsein mit wahrgenommenen Inhalten.
Gewahrsein selbst kann ich über Inhalte schlecht definieren, da Gewahrsein kein Objekt der Wahrnehmung ist, sondern ein IST: das von allen Inhalten losgelöste Sein des Ich.
Und hier habe ich das begriffliche Problem, dass das, was über Inhalte nicht greifbar ist, zu dem wird, was alle Inhalte übersteigt: Es erscheint als ein „nichts“, sprich: weniger als alle Inhalte — und zeigt sich hier aber größer als alles zusammen, was es gibt, gab und jemals geben wird.
Im Gewahrsein begreife ich mich (Ich) als das, was in der Mystik als die Ewigkeit umschrieben wird und die wir begrifflich nur über Inhalte beschreiben können: als das sogenannte Bewusstsein.
Setzt die Naturwissenschaft in der Untersuchung des Selbst ((kosmischen) Ich) am Bewusstsein an, setzt die Spiritualität „vor dem Bewusstsein“ an: dem Gewahrsein.
So ist das Gewahrsein der Ausgangspunkt der „spirituellen Weltuntersuchung“.
Jeder spirituelle Ausflug fängt hier an und hört hier auf (wer auch immer das begreifen mag 🙂 ).
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