Ich weiß derzeit im Thema nicht weiter.

Früher war ich sehr optimistisch, dass man das Thema besser lehren könnte. Und je länger ich mich daran versuchte, desto desillusionierter wurde ich von meinen Fähigkeiten, diesem Anspruch genügen zu können.

„Das ist ja wie verhext.“ „Das kann doch nicht sein.“ Die völlige Einfachheit des Themas wie seine Komplikation in der Sprache hängen mit diesem mirakulösen „Nicht-zwei“ zusammen, das die Philosophie des Advaita formuliert.

Das Selbst kann sich nicht selbst aushebeln, da es den Hebel nur in sich selbst ansetzen kann. Wäre das Selbst ein echtes Objekt, könnte ich es fassen und beschreiben: „das Selbst“. Aber dieses Bild existiert nicht unabhängig vom Selbst, sondern es ist auch noch der persönliche Beobachter zu diesem Bild.

Ich kann das selbst ohne den Beobachter, neutral wie persönlich nicht beschreiben und Bild und Beobachter bilden im Selbst eine Einheit: „nicht-zwei“.

Ein Baum lässt sich vortrefflich als Objekt beschreiben, so dass ich jedem erklären kann: „Dass nennt man Baum.“

Aber was macht den Baum oder Menschen nun zum Selbst? Ich kann auch den Menschen vortrefflich untersuchen und beschreiben, als Objekt im Selbst.

Jedoch geht es um das Selbst, ist das Bild erst vollständig mit der Ewigkeit im Hintergrund (dem Urbeobachter) und dem relativen Beobachter (Persönlichkeit). Der Beobachter (Selbstbild) und sein Bild (Weltbild) bilden als Aussage über das Selbst (neutral: Universum) eine Einheit.

Das ist wie in einem Traum. Wer bin ich in einem Traum. Der Geträumte, die geträumte Welt, in der der Geträumte erscheint, oder nicht beides, als der sogenannte „Träumer“?

Aber der eigentliche und wirkliche Träumer hat keine erkennbare Gestalt und bildet den „Himmel“ über jedem relativen Träumer und seinem relativen Weltbild.

Um das Selbst zu erkennen, muss ich weder wissen, warum ich so bin, wie ich bin, noch: wie es dazu kam, noch: wie es weitergehen könnte.

Ich muss nur erkennen, dass es zwischen dem „Himmel des Bewusstseins“, in dem der „Traum“ ungeklärter Ursache erscheint, einer Persönlichkeit und einer Welt keine wirkliche Grenze gibt.

Das sind alles soziale Konventionen und machen im Sozialen Sinn oder auch nicht, wie ich es im Einzelfall sehen will, aber am Ende, jenseits des Theaters, gibt es eben nur einen „ungetrennten Himmel“: das Selbst.

Und das ist auch der Grund, warum dieser ganze Nationalismus immer wieder wie ein Kartenhaus in sich zusammen fällt. Es gibt keinen wirksamen Schutz vor dem Ganzen, egal wie hoch der braune Jägerzaun ist.

Das selbst ist immer alle. Und darin, jeder zu sein, eine harte Nuss, denn auch als Depp fühlt es sich pudelwohl.

Was macht man nun in einem Zoo aus lauter „Göttern?“ Alles echte Kandidaten des Selbst im Dschungelcamp des Lebens?

Wo ist das echte und das falsche Selbst? Jenseits des Sozialen stellt sich nicht einmal mehr die Frage nach der Selbsterkenntnis, schon sie braucht ein soziales Gegenüber.

Und persönlich kann niemand das Selbst für sich alleine (als einer der vielen Körper) beanspruchen, aber wird das Selbst im Wesen immer alleine sein.

So ist das im Wesen ganz einfach (das Einzige, was ist) und in Worten so undurchdringlich scheinend, da es alles und davon auch wieder nichts ist.

Und trotzdem hier, allen Aussagen und allem Nicht-Sein zum Trotze.

Das Selbst ist für das Verständnis wie eine nicht vorhandene Nuss, an der es sich ständig die Zähne ausbeißt, da es nichts zwischen die Zähne kriegt, nichts was letztlich als festes Objekt beschreibbare Substanz wäre.

Und nicht vorhandene Zähne beißen in nicht vorhandene Leere.

So hart ist diese Nuss für das Verständnis, aber schweigt es einfach einmal, bleibt nur der Himmel übrig. Und alles wird klar.

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