Heute ist alles weiß eingezuckert.

In der Nacht schneite es in den Frost. Ein Hauch von Winter. Ich fütterte die Katze, wollte sie berühren, aber sie fauchte mich an: „Weiche von mir, Satan.“

Ich schrieb heute etwas zu Ramana Maharshi, denn die Nachrichtenlage stimmt mich nicht sehr optimistisch, auch nicht in Hinsicht auf das Thema meines Blogs.

Relativ gesehen, also als die eigene Weltanschauung befruchtender Aspekt, steht die Selbsterkenntnis eigentlich diametral dem Faschismus gegenüber, aber nicht als Philosophie oder politische Idee, sondern dadurch, dass sich alle dieselbe Identität teilen.

Wir tun zwar sozial so, als wäre dies eine Veranstaltung der Vielen, was sie persönlich gesehen auch ist, aber diese Vielen teilen und bestimmen sich durch eine gemeinsame Uridentität, dem Selbst.

Mit dem global zunehmenden Faschismus werden wir nach Wetterprognose einen gewaltigen Schiffbruch erleiden.

Vielleicht gibt es schon Zivilisationen im Weltall, in denen Selbsterkenntnis Standard ist. Ich vermute es, da eine Weiterentwicklung der Zivilisation eine zunehmende Differenzierung der Persönlichkeiten erfordert und fördert. Und damit einher geht immer eine Irritation der relativen Identitätsfrage.

Woran mache ich mich fest? Worauf beruht das „wir“?

Dem Selbst.

Und ob die menschliche Kultur diese Hürde nehmen kann? Vielleicht sind das alles nur Anzeichen, dass Bewegung in diese Frage kommt, ein Aufbäumen des Alten?

Ich lese immer mehr Geschwurbel und sehe immer weniger „Licht“. Vielleicht liegt es an meiner eigenen Informationsblase.

Mir fehlt die zündende Idee. Und lese ich die Nachrichten, ärgert mich das öfter einmal: „Da schaust du zu und weißt nichts Brauchbares anzubieten.“

Aber: Zumindest versuchen darf und kann ich es ab und zu auf dem Weg in sich abzeichnende „Katastrophen“.

Nun hätten wir zumindest halbwegs den Weg durch die Corona-Pandemie gefunden, aber die hat wieder eine „Deppenpandemie“ ausgelöst. Und deren Folgen (und „Heilung“) ist/ sind ungewiss.

Das Erdklima galoppiert davon, der zunehmende Größenwahnsinn der Propheten und ihres Gefolges auch. Und wo sich so viel Energie anstaut, kracht es dann gerne ziemlich laut.

Und jeder Versuch, etwas Ruhe in die kreischende Hühnerschar zu bringen, endet in noch lauterem Gekreische.

Die oder der das wieder beruhigen kann, muss wohl erst noch geboren werden.

Aber es schneit gerade. Und das ist wunderschön.

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