ist sicher der „Guru“, den ich am meisten verehrte. Und betrachte ich mein Verhältnis zu ihm heute, sehe ich eher, in welch seltsamer Lage er war.
Fast schon „gruselig“. Und wie er sich da durch mogelte, bzw. vom Leben durchgemogelt wurde.
Selbstdefinition ist als Mensch eine soziale Definition, aber was ist mit Menschen, die da rausfallen?
Die soziale Definition ist hier ohne weitere Relevanz. Und ob er als Obdachloser, Bettler, Heiliger oder Guru gesehen wurde: das ist alles soziale Definition.
Ramana war egal, ob jemand Tier, Frau, Mann war, aus welchem Land sie oder er kam, welcher Kaste oder Stand dieser Mensch angehörte, wie viele Titel er hatte: alles soziale Definition.
Er ließ sich nicht mehr sozial definieren, da er den Ankerpunkt seiner eigenen Identität jenseits des Sozialen erkannte. Und hier sind alle Titel und alle soziale Unterscheidung in der Identitätsfrage ohne echte Substanz.
Im sozialen Sinne wurde er „entpersönlicht“, was er jedoch auch nur aus dieser Sicht des Sozialen war, in der man Menschen am Erscheinungsbild ihrer Persönlichkeit im Sozialen festmacht.
Das traditionelle Brahmacharia hat so auch sehr wenig mit sexueller Enthaltsamkeit zu tun, im Wesen, sondern diesem „Verlassen alle Stände“:
„Ich bin das Selbst.“
Und hier gibt es tatsächlich weder Meister noch Schüler, sie sind Bestandteil des sozialen Aspekts im Thema Selbsterkenntnis. Die Erkenntnis selbst ist, gemessen am Sozialen: „transpersonal“.
Und sie ist auch nicht Gegenstand verbalen Wissens (Glaubens) oder dadurch ersetzbar, sondern diese Erkenntnis ist substanzielle Permanenz
Im Hintergrund dieses rätselhaften Ereignisses.
Warum ich das schreibe? Es gibt so viele, die Ramana verehren und doch dem faschistischen Geist anheimfallen. Und der ist in diesem Thema, so betone ich immer wieder, eine Falle.
Und auch wenn es niemand mehr hören will, mit drei Lesern bin ich auch eher „ein Ruf in die Leere des Raumes“, ich betone es hier mal wieder:
„Deppenalarm. Leute, interessiert euch das Thema, passt auf. Diese „Neonationalen“ haben alle hier nichts anzubieten, da sie der sozialen Selbstdefinition auf Gedeih und Verderben ausgeliefert sind. Und so auch diesen Kleinkrieg und Großkrieg um relative Identität nie „tanszendieren“ können.“
Junkies an der Nadel des Identitätsersatzes, eines Placebo für das, was ich bin:
Das Selbst.
Und diese Verankerung im Selbst ist Brahmacharia: „Ich bin im Wesen jenseits (besser: diesseits) aller Stände“ – und hat nichts mit persönlichen Vorlieben, Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe, sonstigen Eigenschaften und „richtiger oder falscher“ Handlung zu tun.
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