aber nach der Einkaufsfahrt durch Schlamm, Regen und Wind sah es wieder so aus wie zuvor.
Derzeit werden hier wieder die Raffinerien bestreikt, teilweise wird der Sprit wohl knapp, aber ich setze ja aufs Fahrrad. Selbst Regen und Sturm sind mir inzwischen recht egal.
Und immer wieder begegne ich auf den kleineren Wegen umgestürzten Bäumen, aber mit dem Fahrrad ist das kein großes Hindernis. Es ist einfach das flexibelste Fahrzeug, geringe Unterhalskosten, kein Sprit. Und inzwischen repariere ich alles selber und werde darin immer besser.
Und ich habe immer so viel Werkzeug dabei, dass ich selbst eine gerissene Kette reparieren kann.
Ich kann nur ein Loblied auf das Fahrrad singen, besonders die älteren Modelle mit 26 Zoll-Bereifung. Dafür sind alle Ersatzteile sehr preisgünstig. Und mehr Fahrzeug braucht es im Umkreis von 40 km selten.
Ich meine ja eh, dass wir sozial Richtung Kollaps steuern, weswegen ich mich schon jetzt damit abfinde. Zur Not gibt es nur noch das Fahrrad als Fahrzeug und Wildgemüse als Grundnahrungsmittel. Und das Holz säge ich von Hand im Wald. Meine vielen Experimente haben mir gezeigt, dass ich hier in der Gegend ganz aus der Natur leben könnte, wie die anderen Tiere auch.
Heute war Jean-Louis da, und um mein Haus eine riesige Vogelschar. Derzeit kommen die Grünfinken aus dem Wald und viele Stieglitze. Eine große bunte Vogelschar. Es macht mir Spaß, die alle zu füttern, besonders seit ich die Sonnenblumenkerne für 1 Euro/ kg beim Bauern bekomme.
Aber heute war extrem, als wäre mein Garten eine Voliere voller Vögel.
Und gerade die verschiedenen Ausflüge, mal Kräuter sammeln, mal Pilze, mal Versteinerungen, empfinde ich wie einen erholsamen Urlaub. Die Natur ist so schön still, während das Internet immer mehr der Hysterie zu verfallen scheint.
Ich sehe ja vieles inzwischen wie Milarepa. Lieber esse ich Brennnesseln, als mich ganz diesem sozialen Wahnsinn hinzugeben, wobei ich den manchmal auch genieße. Es ist eine Frage der Dosis.
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