Probleme gibt es nur aus persönlicher Sicht, möchte ich hier voranstellen, ohne genauer zu erklären, warum ich das so sehe, bzw. mich in der Selbstbetrachtung hier persönlich zu „nichts“ abstrahiere.
Persönlichkeit bleibt ein „Vorstellungsgemälde“ des Selbst über sich selbst, das wir aus der Perspektive dieses Tieres als „Mensch“ bezeichnen.
Die indische Mythologie sprich zwar von der allmächtigen Göttin der Täuschung, Maya, doch bitte täusche dich nicht darin, dass du nicht auch Maya selbst bist.
Das hilft die Frage von zwei Fragen, die nach mir selbst und dann noch der Monstergöttin Maya, auf eine zu reduzieren: Wer bin ich?
Mich selbst als Teil eines Ganzen begreifen lernen, vereinfacht vieles, auch in der Frage nach der Macht. Auch wenn sie in der Einbildung des Menschen ein persönliches Eigenleben führt, sie „gehört“ dem Gesamtereignis.
Die Persönlichkeit ist vom Gesamtereignis getragen, Teil dieses Ereignisses, das wir als Universum bezeichnen… und darin vollständig in seinem Griff.
Es gibt hier keine, aus persönlicher Sicht, Lösung, die dies nicht berücksichtigt.
Persönliche Ichartikulation und Welt bedingen einander.
Und dieses Thema hat verschiedene Tiefen. Persönlichkeit ist Ausdruck dieses Griffs des Selbst nach sich selbst, und ich tue gut daran, ihn in seiner Allmacht nicht zu unterschätzen.
Das Selbst greift nicht ein wenig nach sich selbst. Es greift vollständig nach sich selbst. Es gibt kein Entkommen aus diesem Griff, da ich selbst die Instanz bin, die ihn tätigt (letztlich). Und worauf er hinaus will?, das weiß niemand, denn er findet statt ohne dass das Resultat bekannt wäre.
Ich bin sozusagen bei der Selbsterforschung live dabei, da ich es selbst bin, „das“ sie betreibt. Warum? Dazu wird viel spekuliert, darf auch gerne viel spekuliert werden, aber meist verstellen Spekulationen nur die einfache Tatsache, dass niemand weiß, warum dies geschieht.
Und ob das Selbst weiß, was es hier treibt, das darf auch gerne in Frage gestellt werden.
Was hier geschieht ist unerklärlich, aber ich darf mich hinein entspannen, denn so es mich bestimmt, muss es mich auch tragen.
Daher führt Erwachen gerne zu Faulheit, denn, was soll ich mich mit dem „wahren Meister“ messen?
Der sudelt in Sekunden etwas hin, wofür ich mir 1000 Jahre den Kopf zerbrochen hätte.
Erwachte Faulheit entsteht in der Einsicht, dass Anstrengung überflüssig ist, wo ich eh nur das Ergebnis versauen kann.
Und was dann noch zu tun bleibt? Das schrumpft empfunden mit der persönlichen Einbildung.
Und ob es letztlich überhaupt etwas zu tun gegeben hätte? Eine gute Frage.
Der Mensch erscheint wie ein Azubi im ersten Lehrjahr, der Zauberlehrling, der nicht so recht weiß, was er will und tut. Und noch mache Lektion wie „Meisterwerk“ wird in die Hose gehen.
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