zur Hühnerfarm, um Eier zu kaufen, denn meine Henne legt derzeit keine Eier. Und auch alle Balztänze des Bobberle stoßen bei ihr auf taube Augen und Ohren.
Auch mir gegenüber tritt die Henne sehr fordernd auf, klopft schon morgens ungeduldig an die Stalltüre und schimpft. Dasselbe, ist sie der Meinung, der Essensservice sei mangelhaft.
Es war schon Tag, da sah ich meinen Marder, bzw. meinen Untermieter im Speicher, versteckt unter dem Efeu sitzen, und die Küken rannten wenige Meter entfernt herum. Ein schönes Tier mit braunem Fell und weißem Bauch, von dem nur der Kopf zu sehen war.
Dann sah er, dass ich ihn sah. Das war ihm peinlich. Da er an der Mauer lauerte, in der die Ratten wohnen, vermute ich, dass er hinten ihnen her ist, denn kürzlich fand ich eine Ratte, tot, mit schweren Bissverletzungen in der Scheune liegen. Und ich sah schon länger keine lebende Ratte mehr.
Der hatte sich im Winter in einem Stück Weidezaun verfangen, schrie dann wie ein Kind laut um Hilfe, ich schnitt ihn frei. Er schien sich an mich zu erinnern, so richtig Angst hatte er nicht.
Dann rief der Bussard, der ist talseitig auf Jagd. Und ich wundere mich immer wieder, dass noch keines der Küken das Opfer eines der vielen Raubtiere wurde.
Einsperren funktioniert nicht, den ganzen Tag kann ich nicht aufpassen. Die Hühner leben gefährlich.
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