Je mehr Modi in Indien

den Hinduismus zu einem nationalistischen Instrument missbraucht, desto mehr scheue ich mich persönlich in meinem Schreiben Bezug zu hinduistischen Vorstellungen zu nehmen.

Daher habe ich auch Nethu II wieder auf „privat“ gestellt, da ich selbst den Bezug auf Shiva nahm und das ändern will.

Je mehr immer größere Teile der Spiritualität bewusst (oder auch unbewusst) auf den global sich verstärkenden Neonationalismus hereinfallen, desto mehr fühle ich mich emotional gezwungen, das, was ich schreibe, von solchen traditionellen Ideenwelten zu lösen.

Warum betrachte ich denn eigentlich diesen (der Begriff ist zugegeben etwas schwammig) Neonationalismus als „kontraproduktiv“ im Thema?

Es geht um etwas Größeres, für den der Begriff „Weite“ am ehesten passt. Weite ist die Expansion der Kundalini. Die baut zwar auf all dem kleinkarierten Mist der Vergangenheit auf, aber übersteigert das bisher gewesene in eine neue Weite, auch im Geiste.

Ich wundere mich ja immer wieder, was „Spirituelle“ am Ohr dieser kleinkarierten Prediger hängen, ein Käfig für den mentalen Kanarienvogel. Den lockt aber die Weite, nicht dieser schwer verdauliche Hirnsalat.

Ich schaue mir ab und zu auf YouTube an, was so gepredigt wird. Meist ein Gebräu aus unverstandenen oder nicht weiter durchdachten Fragmenten aus verschiedensten Wissensbereichen. Und ich frage mich dann gerne? Wann kommst du nun? Zu was? Zu einer interessanten Aussage.

Mindfuck, und dann noch ohne Orgasmus. Ein Orgasmus in die Enge, wie das neonationalistische Theater vorspielt. Und dann der Kater, bricht der Rausch zusammen.

Der Spirituelle Orgasmus geht in die Weite… in neue Größe. Das ist kein Hickhack, ob nun diese, das, jenes. Und die mögen predigen, was sie wollen. Ich muss eine andere Sprache für meine Geschichte finden, empfinde ich derzeit. Am besten von allen Traditionen losgelöst.

So, als würde überhaupt noch gar keine „Spiritualität“ existieren. Als wäre das Thema neu und jede Form der Begegnung mit dem Thema neu.

Ein Held, alleine mit seiner/ ihrer/ der Wirklichkeit. Der persönliche „Sparringspartner“ reduziert sich (natürlich nur in der Vorstellung) auf ein nacktes Gegenüber mit dem Ereignis Leben.

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