Dieses Jahr gibt es sehr viele Pilze.

Die meisten kenne ich zwar nur grob, da ich sie nicht esse, aber ihre Vielfalt fasziniert mich immer wieder.

Und da es oft bedeckt ist, ist im Wald duster. Und aus dem Dunkel glänzen die Pilze.

Ich persönlich mag die Totentrompete lieber als den Steinpilz, da sie für mich einen sehr intensiv leckeren Pilzgeschmack hat, der mit Butter und Sahne am besten zur Geltung kommt. Zwiebeln wie auch Speck passen hervorragend. Omeletten auch.

Ich habe vor, die nächsten Tage Totentrompeten zu sammeln und zu trocknen, denn sie ist (dazu wird sie zerkleinert) eine exzellente Würze für Soßen.

Jedoch will ich nun nichts mehr einlagern, denn alleine von den Walnüssen könnte ich den Winter über leben, habe ich ausgerechnet. Die sind reich an Treibstoffen. 🙂

Die müssen noch bis Monatsende trocknen. Dann möchte ich sie in Säcke abfüllen und an die Decke hängen, sicher vor Mäusen. 🙂

Ich esse derzeit fast täglich Walnüsse, denn die sind sehr lecker. Außerdem ist sie angeblich ein „Superfood“ mit „Wunderkräften“.

Und der Kurpfuscher in mir überlegt immer mal wieder, ob man nicht aus Walnuss, Brennnesselpulver und -Samen, dann Honig, Melasse, was auch immer, einen „Kraft-Riegel“ herstellen könnte?

Eine meiner vielen Erfindungen, auf die die Welt verzichten konnte. Meine erste Erfindung war die hinterlüftete Unterlagsscheibe. Sie hätte die Welt revolutionieren können, hätte sie irgendjemand gebraucht. 🙂

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Ich radelte nach Langres

Erst machte ich Halt in Bussieres. Aufgeregte Diskussion im Laden. Keine Zeitung heute, Sprit ist wohl auch knapp.

Nächster Halt: das Sägewerk in Les Loges. Erstaunlicherweise sind fast alle Bretter fertig. Wir unterhielten uns nett. Komme ich mal wieder mit dem Auto vorbei, kann ich ein Fuhre einladen.

Um 12 Uhr war ich in Saints-Geosmes im Chinesenladen. Die haben schöne Skizzenbücher, weshalb ich dorthin radelte. Um 2 Uhr wieder daheim.

So fuhr ich heute 70 km und 600 hm, um zwei Skizzenbücher zu kaufen.

Vermutlich liegt es an den Brennnesseln? Sei zwei Tage esse ich wieder frische Brennnesseln und habe heute eine erstaunliche Energie.

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Nach der Regenperiode

habe ich Unmengen frischer Brennnesseln.

Heute radelte ich nach Fayl, holte Merguez, machte dazu Zwiebeln, Sahne und viele Brennnesseln.

Ich holte zudem Latex-Handschuhe, denn das Kleinschneiden der Brennnesseln geht so schmerzfrei.

Ich hatte eine Zeit die Brennnesseln abgesetzt, aber nun so viel frisches Brennnesselgemüse im Garten, dass es Blödsinn wäre, Gemüse zu kaufen. 🙂

NAOO rechnet mit einem rekordmilden Winter in Europa. Nach diesem Sommer, der schon so festgefahren war, und all den Meldungen über eine ungewohnt rasante Weiterentwicklung des Klimawandels, sind Überraschungen wahrscheinlich.

Und ich könnte mir gut vorstellen, dass es nur eine kurze Zeit, wenn überhaupt, keine frischen Brennnesseln im Winter gibt. Die wachsen einfach nur langsamer, da sie weniger Licht bekommen.

Und es wäre einfach nur eine Wette. Ich überlege, ob ich nochmals Gemüse pflanze, das leichten Frost verträgt.

Vielleicht erleben wir ja zum ersten Mal einen Winter, der gar keiner mehr ist. So ein ganzer Totalausfall. Und den ganzen Winter gibt es frisches Gemüse, das zwar sehr langsam wächst, aber „besser als nichts“.

Angeblich wird in Frankreich der Sprit knapp, Streiks und „was weiß ich alle“, aber ich habe schon lange nicht mehr getankt, da ich mit dem Fahrrad Einkaufen gehe.

Ich sehe hier auch immer mehr SUVs. Und dann frage ich mich eh, was so in den Köpfen für Ideen kreisen. Jeder, der auf dem Land wohnt, denkt, er bräuchte einen Panzer.

Zugegeben, nach einer stürmischer Nacht liegen hier gerne im Wald Bäume auf der Straße. Und wer mit dem Auto kommt, muss umdrehen, sägen oder warten, bis jemand mit einer Säge kommt.

Das Rad habt Mann einfach drüber. Mit dem Fahrrad kommt man noch lange weiter, streckt der SUV alle vier Räder in die Luft und liegt auf dem Dach.

Aber es geht mich auch nichts an. Und dann der Schock an der Tankstelle. Ich schaue gerne Youtubes zum Thema, da mich Wahn aller Art interessiert – ist ja auch lustig, was den Menschen so einfällt 🙂 -.

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Ich hatte Lust auf Fischstäbchen,

radelte nach Bussieres in den Laden, suchte unterwegs Pilzstellen im Wald, fraß mich dann voll, machte ein Nickerchen. Und das zog sich drei Stunden hin… nur noch ein Minütchen.

Und seither wurde ich nicht mehr richtig wach. Ist der Mittagsschlaf zu lang, ist der Tag gelaufen.

Und die Küken standen klagend auf der Terrasse, da ihnen das Hühnerfutter nicht schmeckte. So bekamen sie eine Dose Thunfisch. Dann lagen sie auf dem Liegestuhl und verdauten friedlich.

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Die Brücke

Wer auch immer die Krim-Brücke teilweise sprengte, hatte sich einiges dabei gedacht. Den mit Treibstoff beladenen Güterzug mitzuentzünden war wohl (meine ich) Bestandteil des Plans, denn solche Brände zermürben die Stahlbetonkonstruktion der Brücke.

Dadurch verliert sie ganz oder teilweise ihre Tragfähigkeit und könnte, infolge, nun irgendwann einfach einstürzen.

Ich schaute mir die Videos an, Kerosinbrand und Wind, der ihn noch weiter anfachte… sah nicht so gut für die Brücke aus. Es sind schon Tiefgaragendecken eingestürzt, nur weil ein Auto unter ihnen abbrannte. Meist gab es zwar dabei schon Schwächen in der Armierung, aber der Schaden ist von außen erst einmal nicht so klar sichtbar.

Im Kastenträger unter der Eisenbahnbrücke verlaufen wohl auch die Versorgungsleitungen für die Krim, er ist recht hoch, und ob und was da drinnen bei diesem Feuer passierte, wäre interessant zu wissen.

Ich kenne aber die Pläne der Brücke nicht. Nur meine ich, den Bildern nach, floss das brennende Kerosin zudem in den Kastenträger der Eisenbahnbrücke und fand dort Sauerstoff, würde ich auf Abbruch tippen.

Und ich bin sogar der Meinung, ohne es zu wissen, dass schon vorher berechnet wurde, welchen Impakt das Szenario auf diesen Kastenträger der Brücke hat, also ob sich dieser Schlag lohnt.

Und vermutlich kamen die Ingenieure zum Ergebnis: „Ja.“

So gehe ich derzeit davon aus, dass die Eisenbahnbrücke nun Schrott ist, sprich: einsturzgefährdet. Denn die Aktion schien mir gut durchdacht, war sie so geplant, und nicht einfach ein Unfall bei einem russischen Munitionstransport.

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Es ist heute so angenehm,

dass ich einfach noch ein wenig mit dem Rad nach neuen Pilzstellen suchte.

Jean-Louis meinte, es gäbe keine Pilze mehr, aber die sind alle viel zu faul, neue Stellen zu suche – meine ich. 🙂

Und die bekannten Stellen sind überlaufen.

Und die geheimen Stellen verrät man niemand.

Und von den unbekannten Stellen weiß niemand. 🙂

Es ist nämlich wie verhext. Das sah ich auch heute wieder. Bestimmte Pilze wachsen in einem relativ kleinen Bereich in Mengen. Aber darüber hinaus ist mau.

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Heute holte ich Hühnerfutter in Pressigny.

Das Dorf hat zwar nur 200 Einwohner, aber, was ich nicht wusste, etwas außerhalb ist ein großer landwirtschaftlicher Betrieb, der Körner trocknet und auch Tierfutter herstellt.

Ob sie auch Hühnerfutter verkaufen, wollte ich wissen. Nur in kleineren Mengen, war die Antwort. Und ich zeigte auf die beiden Packtaschen am Fahrrad.

24 kg geschredderten Mais bekam ich verladen, Geld wollte er im Angesicht meines Futtertransporters keines, doch ließ ich 20 Euro da. Und habe wohl sogar noch ein Guthaben.

Er meinte, sie hätten das ganze Jahr über Sonnenblumenkerne. Ich könnte jederzeit welche holen.

Das erste Bild zeigt im Vordergrund eine besondere Feinmischung als Zufutter für Kühe und im Hintergrund die Trocknungsanlage.

Das zweite Bild die bescheidenen Vorräte an „Hühnerfutter“, die etliche tausend Tonnen umfassen dürften.

Am rechten Rand noch das Hinterteil des frisch beladenen Edge.
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Dieser Tage

sortiere ich die Nachrichten in mir erst einmal mit der Beißzange, da wir derzeit (sozial) mit einem sehr komplexen „Bedrohungsszenario“ konfrontiert sind.

Gestern schaute ich mir eine Reportage zur Klimaerwärmung an, über Gletschermühlen auf Grönland, in die Schmelzwasser hunderte Meter tief ins Eis versickert und dort Seen bildet, die im Winter nicht mehr einfrieren und so jedes Jahr größer werden. Darin leben Mikroorganismen, die durch ihre Abwärme den Abtauprozess verstärken.

Derzeit wird die Frage untersucht, ob das Eisschild auf Grönland einfach nur abschmilzt oder womöglich teilweise zu kollabieren droht, schwimmt es immer mehr auf diesen Schmelzwasserseen im Eis.

Verlieren die Alpengletscher derzeit um 1 Meter Eisdicke im Jahr, sind es global ca. 50 cm, aber noch erschreckender scheint der Eindruck, schaut Mensch in das Eis hinein, „Schweizer Käse“… es taut auch unsichtbar von innen weg.

Den amerikanischen Langfristprognosen nach (NOAA) könnte der kommende Winter um die 2 Kelvin milder als die neue klimatische Vergleichsperiode ausfallen. Die Wahrscheinlichkeit auf einen extrem milden Winter ist derzeit hoch, was der Energiepolitik den Arsch retten könnte.

Ich recherchierte etwas zu den kleinen Walnüssen, von denen es hier mehrere Bäume gibt. Es handelt sich wohl um eine Wildform, wie sie hier vor der letzten Eiszeit wuchs. Unklar ist, ob sie von selbst oder mit den Römern zurückkam.

Da die Äskulapnatter hier von den Römern als Haustier eingeschleppt wurde, dann verwilderte (Herrchen und Frauchen weg, was nun?), halte ich für gut möglich, dass auch die wilde Walnuss mit den Römern kam. Die Wissenschaft ist sich nicht einig.

Ich möchte einige Bäume dieser Wildform nachzüchten und – sind sie etwas größer – auf mein Grundstück am Moret pflanzen.

Auch einen sonderbaren Wildapfel, der mir Rätsel aufwirft. Ein Holzapfel scheint es nicht zu sein? Etwas wie ein Mischling aus Birne und Apfel (geschmacklich) und sehr sauer.

Allen global agierenden Wahnsinnigen zum Trotze wünsche ich meinen Leserinnen und Lesern einen schönen Tag. 🙂

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