Gestern und heute

sammelte ich Versteinerungen, denn der Bauer mit den Sonnenblumenkernen hatte das betreffende Feld gepflügt. Das ist ein recht langes Riff, über 1 km lang, das sich über mehrere Felder erstreckt. Das habe ich nun abgesucht.

Der Arm ist wieder gut und erstaunlicherweise beweglicher als zuvor, als hätte sich mit der Entzündung eine Verkalkung im Gelenk abgebaut, die die Beweglichkeit über Jahre eingeschränkt hatte. Ich bin kein Arzt.

Derzeit mache ich eh eine extreme Kur, aber werde dazu nichts weiter schreiben, denn was dem einen bekommt, kann für den anderen schädlich sein. Ich brauche derzeit kaum Schlaf, gestern Nacht machte ich daher die ganze Steuererklärung in einem Zug und gleich noch online die Erklärung ans Amt.

Ich hoffe, dass es nun einmal wärmer wird, denn ich würde gerne im Garten loslegen.

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Ich lehre nun nicht mehr „verbal“,

sofern ich überhaupt „lehre“. „Lehre“ ist hier nicht mehr vom ganz „gewöhnlichen Leben“ getrennt, noch beansprucht sie einen eigenen Platz.

Ja, sie beansprucht keine eigene Existenz mehr. Etwas, was sie zu einem „eigen“ wie einer Lehre macht.

Und das ist sehr entspannend, denn wo Lehre keine Worte ist, muss sie auch nicht verbal vermittelt und in der Konsequenz verteidigt werden.

Für den Deppen ist sie unsichtbar.

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Der Fuchs.

Immerhin weiß ich jetzt, wie ich den Fuchs behandeln könnte.

Ich fragte auch meinen Nachbarn, der Tierarzt ist. Und je mehr ich lese, desto mehr vermute ich, dass mein Hautausschlag vorletzten Winter etwas ähnliches war. Meine Hausärztin fragte seinerzeit, ob ich ungebetene Gäste im Haus habe. Meine damalige Rattenplage. 🙂

Aber wenn ich den Fuchs anfüttere, um ihn zu behandeln, kommt er natürlich immer wieder. Und das ist ungünstig mit den Hühnern.

Durch die schwarze Katze bin ich die Ratten los geworden. Und das Katzenfutter ist preiswerter als Rattengift.

In meiner Fantasie, die an der Praxis dann gerne scheitert, schwebt mir nun vor, den Fuchs zu behandeln und soweit zu zähmen, dass er später die Hühner bewacht: „Den Bock zum Gärtner machen.“

Einen Fuchs könnte ich mir sogar als Haustier vorstellen. Und wenn das gelänge, hätte ich einen Profi auf meiner Seite. Da Füchse sehr intelligent sind, könnte ich ihm das vielleicht vermitteln. Er bekommt Futter und passt etwas auf die Hühner auf, bzw. lässt sie dafür zumindest in Ruhe.

Ein verwegener Plan. 🙂

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Ich kam zurück vom Einkaufen.

da warteten schon unzählige Vögel vor dem Haus auf mich. Das Vogelhaus war leer.

Wenig später saß ein räudiger Fuchs auf dem Vordach an der Terrasse. Ich wollte erst ein Foto machen, denn da saß er ganz friedlich, aber der Anblick dieses von Räude gezeichneten Tieres will ich meinen Lesern ersparen.

Das war wieder ein anderer Fuchs, viel kleiner als der letzte. Ich muss meinen Nachbarn warnen, denn die Räude ist für Hunde ansteckend. Er ist ja Tierarzt, mal sehen, ob er ein Medikament weiß, das ich dem Fuchs ins Essen mischen könnte. Gerade schaute ich, da war er schon wieder hier, hat wohl Hunger.

Ein Eichhörnchen ließ sich auch blicken. Ich legte ihm Walnüsse hin.

Mit Küken wird wohl nichts, aber ich lasse Kali Rex noch ein paar Tage. Dann räume ich das Nest aus. Das wird ein Geschrei geben.


Ja, eigentlich bin ich mit meinem Latein am Ende, denn die Wirklichkeit ist für mich derzeit nicht zu knacken. Nach allen Richtungen laufe ich ins Leere. Ich hatte die Problematik schon mehrfach angedeutet, dieses völlige Paradox zwischen Materie und Bewusstsein, an dem sich nirgendwo sinnvoll ein Hebel ansetzen lässt. Als wäre das Thema Wirklichkeit so konstruiert, dass es nicht zu hacken oder knacken ist.

So kann ich hineininterpretieren, was ich will, ohne dass letztlich eine verbindliche Aussage möglich ist. Totalversagen des Verständnisses an seiner eigenen Grundlage. Und niemand hat dieses Problem bisher lösen können, das Plato mit „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ umschrieben hatte.

„Sehe“ ich dieses Problem in seiner ganzen Klarheit (was hier paradox klingt), ist es wie ein bodenloser Abgrund auf festem Boden (Urgrund). Und die mögliche Bedeutungsspanne reicht von einem Extrem zum anderen.

Aber so lange wir dieses Problem nicht lösen können, kommen wir in der Frage nach unserer Wirklichkeit nicht wirklich weiter. Ich kann hier auch alles hineindeuten, was ich will, von Verdammnis bis himmlisches Geschenk, ohne dass damit die Frage substanziell gelöst wäre.

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Gerade erfuhr ich, dass ich unter „optischer Migräne“ leide.

Es ist ein paar Jahre her, da tauchte vor meinen Augen erstmals ein unklarer gezackter Punkt auf, der sich ausdehnte und nach ca. 30 Minuten aus dem Sichtfeld gewachsen war. Und diese Zackenlinie war bunt, so wie wenn Licht durch ein Prisma fällt und verzerrte die Buchstaben beim Lesen um diese Zackenlinie.

Erst dachte ich, womöglich etwa mit der Netzhaut, aber da es auf beiden Augen gleich war, schien mir das unwahrscheinlich.

Und gerade war auf YouTube ein Beitrag eines Augenarztes, der genau das schilderte. Das geschieht alle paar Monate. Ich hatte bisher keinerlei Erklärung dafür. Ich bekomme dann auch keine Migräne, nur dieses optische Phänomen.

Und die genaue Ursache ist wohl unbekannt.

Und das immer noch wegen der Kükenträume. Als wollte mir das Unterbewusstsein sagen (das YouTube kam völlig ungefragt): Schau, was du für ein Depp bist. Nun erkläre ich dir in 10 Minuten, worüber du seit Jahren rätselst.

Aber Küken? Ich weiß nicht. Es sieht nicht so gut aus, meine ich.

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Am Morgen nahm ich mit vor,

gibt es keine Küken, glaube ich dem Unterbewusstsein gar nichts mehr, dann musste ich los, eine Bauanmeldung abgeben.

Und das Selbst entführte mich in einen Tag, bisher zumindest, als wäre er perfekt geplant. Alles griff ohne Stress reibungslos ineinander. Und ich traf auch noch alle Leute, mit denen etwas zu klären war, auch wusste ich vorher nichts davon.

Wie ein völlig Blinder, der genau das Richtige tut, ohne die geringste Ahnung zu haben, was überhaupt ansteht. Und das wie eine Antwort auf meine Beschwerde, dass mich das Unterbewusstsein anlügt: Alles perfekt organisiert, auch wenn du Depp keine Ahnung hast, was du heute tun sollst.

Was soll ich nun noch sagen?

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