da warteten schon unzählige Vögel vor dem Haus auf mich. Das Vogelhaus war leer.
Wenig später saß ein räudiger Fuchs auf dem Vordach an der Terrasse. Ich wollte erst ein Foto machen, denn da saß er ganz friedlich, aber der Anblick dieses von Räude gezeichneten Tieres will ich meinen Lesern ersparen.
Das war wieder ein anderer Fuchs, viel kleiner als der letzte. Ich muss meinen Nachbarn warnen, denn die Räude ist für Hunde ansteckend. Er ist ja Tierarzt, mal sehen, ob er ein Medikament weiß, das ich dem Fuchs ins Essen mischen könnte. Gerade schaute ich, da war er schon wieder hier, hat wohl Hunger.
Ein Eichhörnchen ließ sich auch blicken. Ich legte ihm Walnüsse hin.
Mit Küken wird wohl nichts, aber ich lasse Kali Rex noch ein paar Tage. Dann räume ich das Nest aus. Das wird ein Geschrei geben.
Ja, eigentlich bin ich mit meinem Latein am Ende, denn die Wirklichkeit ist für mich derzeit nicht zu knacken. Nach allen Richtungen laufe ich ins Leere. Ich hatte die Problematik schon mehrfach angedeutet, dieses völlige Paradox zwischen Materie und Bewusstsein, an dem sich nirgendwo sinnvoll ein Hebel ansetzen lässt. Als wäre das Thema Wirklichkeit so konstruiert, dass es nicht zu hacken oder knacken ist.
So kann ich hineininterpretieren, was ich will, ohne dass letztlich eine verbindliche Aussage möglich ist. Totalversagen des Verständnisses an seiner eigenen Grundlage. Und niemand hat dieses Problem bisher lösen können, das Plato mit „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ umschrieben hatte.
„Sehe“ ich dieses Problem in seiner ganzen Klarheit (was hier paradox klingt), ist es wie ein bodenloser Abgrund auf festem Boden (Urgrund). Und die mögliche Bedeutungsspanne reicht von einem Extrem zum anderen.
Aber so lange wir dieses Problem nicht lösen können, kommen wir in der Frage nach unserer Wirklichkeit nicht wirklich weiter. Ich kann hier auch alles hineindeuten, was ich will, von Verdammnis bis himmlisches Geschenk, ohne dass damit die Frage substanziell gelöst wäre.
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