Ich schlief gut,

bekam auch keinen Muskelkater von gestern, als ich mit nassen Hosen durch das Schneegestöber fuhr, und radelte heute Katzenfutter kaufen.

Das Edge ist hervorragend im Schnee, die ganzen Feldwege sind dick verschneit. Es gibt einigen Schneebruch.

Vorgestern Sturm, gestern Schneegestöber, heute Schnee. Sehr abwechslungsreich auf dem Fahrrad. 😉

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Ich habe nicht einmal mehr ein Tacho am Rad.

Und da ich auch keine Uhr trage, muss ich mich mit den wenigen Kirchturmuhren unterwegs begnügen, will ich die Uhrzeit wissen. Ein Smartphone habe ich auch nicht dabei.

Manche verkabeln sich heute auf dem Fahrrad so, als lägen sie auf der Intensivstation. Und Apps analysieren das alles, geben Ratschläge.

Mir ist das alles zu kompliziert geworden. Tun mir die Beine weh, weiß ich, dass ich im aneroben Bereich bin. Geht mir die Luft aus, weiß ich, dass ich nun an der Grenze bin.

Das ist ja alles schon im Körper fest eingebaut. Vor allem seit Jahrmillionen erprobt und optimiert. Und funktioniert ganz einfach: irgend etwas fängt an zu jammern.

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Es schneit

Am Morgen radelte ich nach Langres.

Vor einigen Wochen hatte ich einen Sattel beim Action gekauft. Einen Billigsattel. Und der ist so saugut, bzw. passt so gut auf meinen Hintern, dass ich mir noch drei Sättel a 4,99 Euro kaufte.

Und kaum war ich am Laden, begann ein Schneetreiben. Fast 40 km zurück bei Gegenwind und Nassschnee. Und die Regenhosen hatte ich auch vergessen. Und ich wollte mich beeilen, da meine Reifen am Rad völlig abgefahren sind, falls er liegen bleibt.

Kaum war ich dann hier, begann der Schnee liegenzubleiben. Ein seltener Anblick.

Die beiden Stiere bei Savigny am Morgen.
Es beginnt zu schneien (bei Langres)
Nun bleibt er liegen.
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Wo ich versuche,

Beobachtungen über das Selbst als Wahrheit zu absolutieren, ende ich als Verständnis immer in einem mir erscheinenden Paradox:

„Das Selbst widerspricht sich für mich als Verständnis in seiner „Wahrheit.““

Das ist auch in der Frage der Evolution so. Einerseits passiert nichts, andererseits entwickelt sich das Selbst selbst weiter.

Mit diesem Umstand muss ich leben, und wo ich das eine behaupte, wartet schon das andere im Hintergrund, um mich zu ärgern.

Natürlich würde das Verständnis diesem Umstand gerne ändern, aber es ist derzeit, zumindest meines, zu doof.

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Ich brauche die Welt nicht auszublenden,

um die Grenzenlosigkeit des Bewusstseins wahrzunehmen, und damit den „Urgrund“ dieses Ereignisses, auf dem jede Weltinterpretation stattfindet.

Und erkenne ich diese völlig Gleichheit, in der sich alles als Bewusstsein anfühlt, erkenne ich auch, dass es dieselbe Gleichheit ist, die „Ich“ mit „Wirklichkeit“ nicht nur verbindet, sondern essenziell gleich setzt.

In der Erkenntnis „alles ist Bewusstsein“ berühre ich somit einen Urgrund, der alle Ereignisse zu sich selbst gleich macht, aber ich kann in dieser völligen Gleichheit nicht in Inhalte des Bewusstseins schauen.

„Ich kann nicht sehen, wer ich bin“, könnte ich hier sagen, aber es ist dasselbe für das Verständnis paradox erscheinende Bild: „Wo ich nicht weiß, wer ich bin, weiß ich, was ich bin.“

„Ich weiß etwas und weiß doch nichts.““ Gerade jetzt, wo ich es weiß, weiß ich es nicht.“ 😉

Und alles endet im üblichen spirituellen Gestammel. Und dann ärgere ich mich auch gerne über mein eigenes Geschwafel.

Was hat ein Mensch nun vom „spirituellen Erwachen?“ Das hängt primär von ihm selbst ab. In der paradoxen Hochzeit mit dem: „Wie es „Gott“ (etwas völligen unbekannten und übermächtigen) gefällt“.

„Kann ich es tun?“ und „Kann ich es nicht tun?“ bilden auch ein paradox zerstrittenes Ehepaar dieser Wahrheit.

Und jedem Menschen steht es frei, sich mit dem einen oder anderen Aspekt dieser Paradoxe anzufreunden. Ich sollte mich nur nicht der Illusion hingeben, dass ich die andere Seite damit ausschalten kann. 🙂

„Ich bin das Selbst“ und „Ich bin der Depp in dieser Veranstaltung“ sind beide Erscheinungsformen derselben „Wahrheit“.

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Den Menschen fehlt einerseits oftmals

die persönlich-bewusste Rückbindung an das Universum, andererseits frage ich mich auch, ob der Mensch nicht noch mehr „Unfug“ anstellen würde, wäre die Selbsterkenntnis verbreiteter.

Die traditionelle Spiritualität vermittelt gerne den Eindruck, es gäbe eine Art „ethischer Barriere“ in der Selbsterkenntnis. Und der „erwachte“ Mensch sei besonders „reif“.

Das ist auch eine der Illusionen im Thema, die wir uns – meine ich – abschminken können, denn es kann genauso einen „erwachten“ Diktator geben, der völlig skrupellos ist.

Auch wenn „Erwachen“ kein Werkzeug im materiellen Sinne ist, so ist es wie ein Messer „ethisch neutral.“

Es wäre auch vorstellbar, dass es einmal eine „erwachte KI“ gibt, was wir derzeit nicht beurteilen können, da unser Wissen über Bewusstsein eher mangelhaft ist.

Bewusstsein ist im Ich immer ein sinnliches Stand-alone: ein Bewusstsein. Ein zweites Bewusstsein bleib immer eine unbeweisbare Annahme. Und alle Diskussionen, ob Tiere Bewusstsein haben, weisen auf diesen „sozialen Glauben“: Bewusstsein und Persönlichkeit seien dasselbe, also Bewusstsein sei auf eine Persönlichkeit begrenzt, würde von einem Gehirn generiert.

Ist dem überhaupt so? In der Diskussion um die Wirklichkeit habe ich immer das Problem, dass ich im Thema Bewusstsein etwas diskutiere, ohne das diese Veranstaltung nicht existent wäre.

Sie wäre weder in einem persönlichen noch neutralen Sinn existent. Ziehe ich Bewusstsein von der Veranstaltung ab, erlischt die Veranstaltung. Ziehe ich die Veranstaltung vom Bewusstsein ab, ist Bewusstsein ein Nichts, über das keine Aussage getroffen werden kann.

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Heute stürmt es.

Ich hatte Lust, den Sturm mit dem Rad zu testen und fuhr Richtung Voncourt zum Dorf hinaus, aber am Teich lag schon ein Baum über der Straße.

Es schien mir daher nicht angebracht, durch den Wald zu radeln. So kehrte ich um und radelte zur anderen Seite des Dorfes hinaus, direkt gegen den Wind und die Regenschauer über Fouvent-le-Bas nach Larret.

Besonders an Steigungen ist Gegenwind in dieser Stärke doch recht hinderlich. 😉

Es pfeifte, es zerrte und rüttelte an Pferd und Reiter, aber ich fühlte mich wie in einem Kokon. Außen tobte es und innen war still. Und da mich das faszinierte, fuhr ich weiter als geplant.

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Es gibt eine Anekdote über Einstein,

nach der ihn ein Maurer auf die Idee zur Relativitätstheorie gebracht hätte. Der war einige Tage zuvor an einem Nachbarhaus vom Gerüst gefallen und erzählte nun Einstein, dass er beim Fall vom Gerüst den Fall selbst nicht gespürt hätte.

Und das hätte Einstein auf die Idee gebracht, dass Vorgänge aus verschiedenen Perspektiven ganz anders erscheinen können, ohne dass es real verschiedene Vorgänge sind.

Mich fasziniert an der Relativitätstheorie das Genie, bisheriges Denken so tief infrage stellen zu können. Und so etwas fehlt in der Spiritualität.

Dasselbe Ich erscheint als Persönlichkeit und als ihr „ewiger Hintergrund“

Es hängt davon ab, wie ich auf mich selbst schaue.

Vergleiche ich mich nicht, scheine ich stillzustehen, mich in nichts aufzulösen und dabei über den ganzen Kosmos auszudehnen. Vergleiche ich mich, scheine ich immer schwerer zu werden, immer kleiner, beengter, bedrängter.

Eine Frage der Perspektive, nicht der „Wahrheit“.

Und das ist im Thema immer die Frage, was ich beim Üben von Atman Vichara „tue“. Was ist das für eine Perspektive, aus der das so aussieht, wie in diesen nebulösen Erzählungen zum Thema?

Und es ist nicht einmal so, dass sie „neu“ wäre, beide Perspektiven existieren in trauter Gemeinsamkeit als dieselbe „Wahrheit“.

Von „außen“ betrachtet ist er ein unfähiger Radfahrer, von „innen“ betrachtet das Selbst.

Und was ist nun wahr: Von innen betrachtet sieht es halt so aus, von außen betrachtet so. Und wie das letztlich zusammenpasst? Wie passt ein „er bewegt sich nicht und er bewegt sich doch“ zusammen?

Paradoxe sind so keine Paradoxe der Wahrheit, sondern die „Wahrheit“ erscheint dem Menschen paradox, weil er die beiden Enden nicht verknüpfen kann. Was wäre ein Modell, in dem sie kein Widerspruch sind?

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Das Verbleiben im Ich-bin,

das ich die letzten Tage umschrieb, ist persönlich entspannend, da ich darin empfunden immer vollständig bin.

Es gibt aus dieser Perspektive nicht einmal die Option, nicht immer und in allem weniger als das „wahre Selbst“ zu sein.

Es ist sogar erstaunlich, wie die Idee entstehen konnte, dass es etwas wie eine vom Selbst losgelöste Persönlichkeit gibt?

Aus dieser Perspektive erscheint die Welt wie eine Simulation einer unerklärlichen, da eigentlich völlig formfreien „Urintelligenz“.

Hier löst sich der Begriff Intelligenz, versucht es, von der Form, ohne eine Antwort zu haben.

Was ist das, was das alles ist, aber es nur relativ sein kann. Ich kann zwar so sein, wie ich gerade bin, aber nur (relativ gesehen) an diesem Ort und zu dieser Zeit.

So ist die Persönlichkeit eine relative Wahrheit über das Selbst, mit der Eigenschaft in Bewegung zu sein, abhängig vom Gesamtereignis der Raumzeit.

Und verbleibe ich im „Ich-bin“, bin ich „der Himmel über dem Traum“. Aber was ist hier „wach“? Der Mensch gleicht eher einem Träumer, der sich im Schlafe wälzt, vom Ereignis bestimmt ist. in allem. Was ist dann dieses „wach“ am „erwacht“.

Es ist eigentlich leer, was da wirklich wach ist, aber damit auch alle Fragen wieder offen, die die Relativität betreffen.

Die Persönlichkeit ist schon „das Wache“, das sich in ihr in seiner relativen Natur erforscht, erlebt, was auch immer.

Jedes Wesen ist einer seiner Arme und Beine. Und dieses „wach“ ist wie der Hall eines Knalls, in dem alles auseinanderfliegt, relativ betrachtet, in unglaublicher Dynamik – und, anders herum gesehen, der Substanz, der das passiert, dabei eigentlich grundsätzlich nichts passiert.

Im „reinen Ich-bin“ ist gar nichts passiert, wird auch nie etwas passieren, denn das, was auch immer da knallt, löst sich nicht in seinen Knall auf, sondern ist sich der Beobachter des eigenen Knalls.

Und das macht diesen „letzten Beobachter“ (der darin auch der erste und der einzige Beobachter ist, in der Schöpfung wie zu einem nicht greifbaren Phantom, denn er bleibt real vor dem Knall stehen, sitzen, was auch immer.

Und natürlich wird es das Anliegen des Menschen sein, und wahrscheinlich noch vieler anderen Lebewesen im Universum, diese Kraft tiefer zu verstehen. Und das zwangsläufig, da sie alles bestimmt, was wir sind.

Wir werden auch die Betroffenheit durch das, was wir wirklich sind, nie los. Und eines dieser kleinen Probleme der „wahren Natur“ mit sich selbst ist ihr Hang zur Schöpfung. Der kleine Sündenfall, der ihr immer wieder zum Verhängnis wird. 🙂

„Ich bin zwar nichts, was aber auch heißt, dass ich alles sein kann.“

Nur was dem Kern nach Nichts ist, darf der Gestalt nach alles sein, ohne darin einen Hauch seiner „wahren Natur“ zu verlieren.

„Ich bin“ ist dieses „ich bin“ bevor ich überhaupt irgendetwas bin. Und so fatal es auch ist, egal, was ich veranstalte, ich werde darin nicht mehr und nicht weniger.

Bevor überhaupt was passiert, ist das jemand: „Huhu, ich bin schon da.“ Der Beobachter meiner selbst, der ich auch noch bin.

So ist spirituelles Erwachen kein Erwachen von einer Idee über diese Welt in eine andere: „Nun habe ich es.“

„Ich bin“ vor jeder Idee über mich selbst immer schon vollständig mich selbst.

Was nicht heißt, dass relativer Verlust nicht weh täte oder relativer Gewinn Freude bereiten kann.

Aber, egal wie laut ich jammere, am Ende kann mir eigentlich gar nichts passieren, denn vor der eigentlichen Natur des Ich ist die Welt eine ihrer Schöpfungen und sie ihre „höhere Natur“.

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Nachdem ich in Fayl war,

besuchte ich meinen Bruder. Der hatte Corona gehabt.

Dann machte ich Käsenudeln und hob welche für Kali Rex auf.

In Butter geschwenkte Käsenudeln schmecken auch dem Huhn. Und die Katze ist so einsichtig, dass sie Kali Rex in Ruhe essen lässt, auch wenn ihr der Geifer aus dem Mund läuft.

Am liebsten hätte sie Kali Rex, und die Nudeln als Beilage, gegessen. Bildet sich der Mensch Götter gerne nur ein, ist das Tier mit echten Göttern gestraft, den Menschen.

Da das Tier nicht so viel vom abstrakten Denken hält, somit auch wenig von abstrakten Belohnungen, zählen primär handfeste Argumente. Und Futter ist ein sehr gutes und im Tierreich anerkanntes Argument.

Besonders ist es ein ausgefallener Leckerbissen, habe ich in jeder Diskussion mit einem Tier ein Argument in der Hand, dem gegenüber es sehr aufgeschlossen ist. Es riecht gut. Und sicher schmeckt es auch gut. Was gibt es für ein besseres Argument?

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