Die Trinität des „Ich bin“

Wenn ich erkenne, dass es zwischen den Objekten der Wahrnehmung und dem Wahrnehmenden keine wirkliche Distanz gibt (also: „wirklich“ als absolute Wahrheit) kann ich alles gleichsetzen: Ewigkeit („Heiliger Geist“) = Bewusstsein („Gott-Vater“) = sich manifestierendes Universum („Sohn“).

In allen drei Aspekten bin ich vollständig mich selbst: „Ich bin“.

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„Ich bin“

wird gerne als Same bezeichnet, da im „ich bin“, gleich einem Samen, die ganze Pflanze (Welt) irgendwie vorhanden ist, ohne sich manifestiert haben zu müssen.

Ich umgreife mich in meiner Leere vollständig, in der es nicht einmal einen wirklichen Anfang oder ein wirkliches Ende gibt, und was ihn trägt, spürbar macht, seiend macht, ist diese energetische Potenz des Same, seine „Energie“, die „die Pflanze“ (also „die Welt“) trägt, ohne dass sie mehr als eine nicht wahrnehmbare und unerklärliche „Idee meiner selbst“ sein müsste.

Denn letztlich ist alles, was ich bin, die mysteriöse Ewigkeit, die die Mystik thematisiert – und egal wie groß die manifestierte Welt wird, wie alt und undurchschaubar, an der Basis werde ich nie mehr als ihr Same sein.

Die Welt steckt also in diesem Samen, den ich im „ich bin“ in seiner erscheinenden Leere (als Ewigkeit) bin. Und darin gibt es auch kein „von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Ewigkeit hat keine Größe in der Raumzeit, wie der Same keine Größe als Pflanze hat.

Bewusstsein bildet so vergleichbar die energetische Hülle eines Samen, der in sich selbst blickt und hat keinerlei reale Distanz zu einem Objekt der Wahrnehmung. Diese Distanzen sind alle bereits „Pflanze“, Potenz von Manifestation. Und die Ewigkeit kann sich selbst nicht in ein wirkliches „Außen“ manifestieren. Es bleibt dieselbe Fiktion wie ein absolut wirkliches „Innen“ zu diesem Samen.

Der Same der Ewigkeit hat keinerlei Größe und trägt trotzdem ein schier unendlich großes Universum in sich. Und das ist das Faszinosum am „Ich bin“: in gleicher Weise alles wie nichts zu sein.

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Ich habe in der Nacht

den Beitrag eins unten geschrieben, da ich vorhabe, das ganze Thema „spirituelles Erwachen“ einmal in möglichst „nackter“ („aufgeklärter“) Weise zu untersuchen und beschreiben, bis hin zur Funktion der Persönlichkeit in der Erkenntnis der Vielfalt.

Nicht, dass ich etwas gegen „Verklärung“ hätte, schöne spirituelle Geschichten und Anekdoten, sondern weil ich zu beschreiben versuche, auf welch offenen Raum der Weite sie sich berufen.

Ich verliere rein gar nichts darin, das Nichts zu sein, sondern gewinne unendlich viel „Spielraum“, der aber auch wieder unverbindlich bleibt.

Ich kann ihn aber auch dafür nutzen, dieser erscheinenden Welt als Nichts zu begegnen, möglichst ohne jedes Vorurteil, und sie einfach in ihrem Wirken zu betrachten, frei davon, dass sie so oder so sein müsste, dass sie irgendeinem menschlichen Hirnfurz im Thema „Wahrheit“ dienen müsste – egal aus welchem Munde eines hohen Meisters im Thema er kam.

Über das Nichts die nackte Weltbegegnung, das reine Instrument der Erkenntnis sein, dass das Potenzial dieser Persönlichkeit (Körper) voll nutzen kann, ohne durch all diese „Viren der Erkenntnis“ blockiert zu sein.

Hier würde ich dann ganz vorsichtig anfangen, vom Beginn eines „selber Denkens“ zu sprechen, wo ich die Welt der sozialen Vorstellungen dann wirklich infrage stellen kann: an der Welt selbst, als:

Ich bin Nichts, die Welt ist alles – und höre ihr einmal wirklich und einfach nur zu.

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Die höchste Frucht spiritueller Bemühungen

ist das „spirituelle Erwachen“, denn es steht, war es vollständig, als Permanenz im Hintergrund jeglicher relativer Identifizierung als Persönlichkeit.

Die Welt der Erscheinung hat in ihrem Absolutheitsanspruch nun einen zumindest gleichwertigen „Sparringspartner“, das „Bewusstsein“ im selben Absolutheitsanspruch.

Und das macht das Thema so schwierig, denn ich habe nun auch weit größere Freiheitsgrade in der Weltinterpretation, ja, sie sind schlicht und einfach letztlich unbegrenzt. Und Warum? Da das korrektive Gegenüber, das sich die Form bietet, im Bewusstsein eine Fiktion der Form selbst ist.

Das Bewusstsein hat für sich schlicht und einfach kein Gegenüber, an dem es sich messen oder vergleichen könnte.

Das macht es für jede Interpretation zu einem Nichts. Und dieses Nichts ist zwar vorhanden, eigentlich die spürbare Essenz aller Existenz, aber alleine.

Und in diesem Alleine-Sein kann sich Bewusstsein nicht messen, obwohl es das letzte und letztlich Einzige ist, was von der Veranstaltung übrig bleibt.

Ich bin nun die Essenz meiner selbst, umgreife mich vollständig, aber habe Nichts in der nicht vorhandenen Hand, als das legendäre „Ich Bin“ zu sein.

„Ich bin“, das wusste ich ja schon immer, mag der Leser einwenden. Und ich sage: Ja, so einfach ist letztlich spirituelles Erwachen, aber, und dieser Einwand sie mir genehmigt: Auch so heimtückisch.

Ich kann alles in spirituelles Erwachen interpretieren, was ich will, ohne seiner/ meiner Wahrheit auch nur einen Deut näherzukommen.

Es könnte so sein, so sein, noch anders sein, das Gegenteil sein. In diesem Zustand meiner selbst greife ich immer ins Nichts, obwohl es der einzige wirklich dauerhaft reale Zustand meiner selbst ist.

Einige unterscheiden hier in prä und post des Erwachens, aber auch das ist ein Griff ins Nichts, da dieser Zustand meiner selbst alles prä und jetzt und post umgreift, ohne einen Inhalt in der Hand zu haben, der mehr wäre, als dieses „Ich bin“ zu sein, das jeder schon kennt, da es die Grundlage von Persönlichkeit und Weltwahrnehmung bildet.

Aber es ist entspannend und oftmals einfach schön, mich selbst so in einer nicht existierenden Hand zu halten: Der Hand der Ewigkeit meiner selbst: „Ich bin“.

Und ohne zu wissen, was diese Welt letztlich ist. Spirituelles Erwachen kann dem Verständnis dienlich sein, sich in diesem Minenfeld der Interpretationen zu bewegen, indem ich letztlich nicht weiß, was diese Welt ist.

Und warum sich so viele „Erwachte“ darin zum Deppen machen, verstehe ich nicht, denn eigentlich ist es ja ein Hilfsmittel zum Gegenteil. Wenn ich klar weiß, dass ich letztlich nichts weiß, kann ich viel umsichtiger mit Wissen umgehen ohne einen Glauben (eine Wahrheitsbehauptung mit Absolutheitsanspruch) verletzen zu können. Es gibt kein Sakrileg.

Aber sie enden gerne als Q-Anon-Deppen und sind noch stolz darauf. Und dann frage ich mich halt, was haben die „erkennt“?

Kann man so doof sein? besser gesagt: bleiben? – im Angesicht des Selbst?

Fragen über Fragen, und ich frage nicht für einen Freund…

Und: Das soll selber denken sein? Da lachen ja die Hühner.

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Trotz des ekelhaften Wetters

radelte ich nach Fayl. Die Straße teilweise überfroren, dazu Hochnebel und ein kalter Nord-Ost-Wind.

Auf dem Rückweg Nieselregen um die 0° C (Warmluft in der Höhe), und ich schaute, dass ich nachhause komme, bevor die Straßen zur Rutschbahn werden.

Unterwegs fand ich eine verletzte Amsel auf der Straße, wollte sie „retten“, aber der Vogel bekam eine Nervenkrise und flog davon, obwohl er blutete. Nun ja, wenigstens weg von der Straße.

Noch zwei Tage soll es so bleiben. Am Abend womöglich mit einem neuen Kaltluftschub etwas Schnee. Ab Montag soll es 11 – 13° C warm werden und nachts wieder frostfrei.

Kali Rex legt nun täglich ein kleines Ei, im Zwerhuhnformat, womit ich wieder genug Eier aus eigener Produktion habe. Wie ich es drehe und wende, es sind einfach die besten Eier. Und im Grunde reicht mir ein Huhn völlig aus.

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Theoretisch gesehen

ist „spirituelles Erwachen“ unglaublich einfach. Aber als ich gestern Fehler in meinem Modell suchte, dazu die Vergangenheit rekapitulierte, fiel mir auf, wie chaotisch der damit (bei mir zumindest) verbundene „energetische Prozess“ war.

Und wie ich auch versuchte, diesen Prozess in der Persönlichkeit zu verstehen, er blieb eine Art „Chaos“: Einerseits war jedes mystische Erlebnis (im Nachhinein betrachtet) eine in sich vollständige Erleuchtung, andererseits hatte keines für sich das „spirituelle Erwachen“ gezündet, sondern verpuffte nach seiner spezifischen „Bliss-Phase“ wieder und mündete in einem, symbolisch gesagt: „Gang durch die Hölle.“

Der „Bliss-Part“ ist immer angenehm, aber warum jeder „Bliss-Part“ auch wieder „in die Hölle“ führt (müsste er ja nicht?), hat wohl mit Tiefen in der Struktur der Persönlichkeit zu tun, die wir heute (sozial) noch nicht verstehen.

Die sichtbare Persönlichkeit, als was ich mich persönlich erlebe, baut auf einem unendlich scheinenden Berg unbewusster Persönlichkeitsanteile auf, die evolutionär gesehen viele Millionen, ja Milliarden Jahre alt sind. Und womöglich noch viel älter.

Und dieser Prozess kommt nicht nur aus diesen dunklen Tiefen – und sie bestimmen ihn nicht nur – sie tragen ihn einfach dominant.

„Der Schwanz wedelt mit dem Hund“. Und was ich im persönlichen Erleben wahrnehme, ist nicht viel mehr, als dieser Schwanz, den der Hund (die unbewusste Persönlichkeit) wedelt.

Und was theoretisch so unglaublich einfach erscheint, wird dadurch im energetischen Aspekt schier unergründlich und nicht einmal lehrbar.

Da bleiben nur noch leere Schlagworte, „Schicksal“, „Karma“, „höhere Macht“, die aber auch nur Hüllen für eine Wahrheit sind, die bei Lichte betrachtet einfach: „keine Ahnung“ heißt.

Wir verstehen das Universum heute noch nicht tief genug, um diesen Prozess mit dem Verständnis wirklich greifen und steuern zu können.

Nach so vielen Jahren der Versuche in der Lehre, in denen ich immer wieder scheiterte, muss ich das erst einmal akzeptieren.

Ein Meister, wie z.B. Ramana, wirkt einfach wie ein Licht, und was es in anderen auslöst, weiß es nicht und kann es auch nicht bestimmen. Das ist wie mit der Sonne. Sie scheint, aber was sie dadurch auf der Erde auslöste? Davon hat sie keine Ahnung.

Das ist zwar, aus der Sicht der Didaktik (Lehre), unbefriedigend, denn sie hat keine wirkliche Handhabe, aber andererseits auch (im Sinne von Lehre) unglaublich einfach: „Ich tue nichts, und alles ist getan.“

Nur habe ich persönlich keinerlei Einfluss darauf, was dann passiert. Und mit diesem Mangel der Lehre müssen wir wohl noch einige Zeit leben.

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Entgegen den Prognosen

ließ ein in der Höhe recht stürmischer Ostwind die Nachttemperatur auf -9° C sinken. Ich hörte den Wald auf unserem Hügel im Winde rauschen.

Und es blieb am Morgen recht lange kalt, so schlief ich länger. In meinem Zimmer sank die Temperatur auf 18° C.

Kali Rex durfte in den Garten und trotz Frost blieb sie mehrere Stunden und wühlte.

Die Blaumeise wollte auch raus. Da sie schon wieder etwas fliegen kann, ließ ich sie, aber fand sie zwei Stunden später im tiefen Behälter mit den Sonnenblumenkernen, denn senkrecht nach ober fällt ihr noch schwer. So ist sie wieder drinnen, was ihr nicht passt.

Ich weiß auch nicht, was da „richtiger“ wäre. Und bissig ist sie auch noch.

So ist das oft im Leben

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In der Nacht

scheuerte ich 3 Stunden das Wohnzimmer. Und nun ist alles so, wie es mir gefällt.

Kali Rex legte in der Nacht ihr erstes Ei. Ein Stück Weidezaun, in das sich letzten Winter der Marder verfangen hatte, reichte gerade, um den Stall zu vollenden. Kali Rex darf in den Garten, ist das Wetter halbwegs brauchbar und ich hier. Ansonsten hat sie ein eigenes Fenster.

Und ich will derzeit gar nichts, als hier meine Ruhe haben, meditieren, ein wenig radeln, ein paar Experimente zu meiner Geschichte machen, und mich nachts vom Unterbewusstsein unterhalten lassen.

Würde man mich auf meinem Grundstück einsperren und einen hohen Zaun rund herumbauen: Es käme mir gerade gelegen. 🙂

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Kaum war ich fertig,

keine Lust mehr, das Chaos aufzuräumen, begannen meine beiden Vögel mich zu nerven. Das Huhn sprang immer wieder aus seinem neuen Stall, wollte sich dann nicht mehr einfangen lassen – und die Blaumeise wollte immer die Stehlampe hochklettern, aber stürzte ständig ab, da sie an der verchromten Stange keinen Halt fand.

Und ich hinter Kali Rex her, die mir ständig unter dem Sofa entwischte. Dann setzte ich mich hin und aß, und trank Kaffee, in meinem vom Hühnermist gezeichneten Wohnzimmer, und musste lachen. Der blanke Wahnsinn.

Da kannst du erleuchtet und erwacht sein, wie du willst. Der Wahnsinn regiert, nicht nur einen Großteil der Politik, nein, bis in mein Wohnzimmer.

Wenn du „Gott“ fragst, also die Instanz, die so etwas wie personifizierte Intelligenz hinter der Schöpfung ist, meint sie ja, das wäre alles perfekt, genau so, mitten im Hühnermist, umgeben von zwei wahnsinnigen Vögeln.

Bei solchen Göttern braucht es als Mensch starke Nerven und viel schwarzen Humor.

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