In der Nacht

hatte ich es in den Bronchien, aber mit viel Tee und Atemübungen wieder ausgehaucht.

Nun juckt es mich nur noch in den Fußsohlen, eigentlich am ganzen Körper, da sich die Körperchemie im Nikotinentzug umbaut. Ziemlich ekelhaft, am besten, ich bewege mich, so ging ich im Regen Spazieren.

Morgen müsste es dann besser werden, aber die Nacht wird vermutlich gefühlt „etwas länger“. Ich nutze das einmal, um mich ekelhaft zu fühlen. 🙂

Oben auf dem Berg im Wald.
Mein Haus von der anderen Talseite gesehen.
Es regnet seit Wochen immer wieder, gut für die Natur.
Es gibt sehr schöne Moose.
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Die Blaumeise schlief die ganze Nacht,

und ich war wach, da ich nicht müde wurde. Ein langer Mittagsschlaf war wohl die Ursache. Erst gegen 5 Uhr wurde ich schläfrig, aber war um 7 Uhr schon wieder munter.

Nun frisst die Blaumeise Sonnenblumenkerne, was nicht zu überhören ist, denn hackt sie die Körner auf, wirkt der Käfig als Resonanzkörper. Erst dachte ich, jemand trommelt gegen die Haustüre.

Es regnet, ich werde nun ein Nickerchen machen. Hinter dem Ofen dösen ist die beste Meditation.

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Ich füllte Vogelfutter nach.

Und in der Blechtonne saß eine Blaumeise, die sich einen Flügel gebrochen hatte.

Es war gar nicht so einfach, diesen Winzling einzufangen. Und beißen konnte sie auch ganz nett.

Sie verkroch sich in der Mauer, kam dann Meter weiter wieder raus. Und ich lauerte mit einem Tuch.

Kaum hatte ich sie dann, dachte dies zumindest in meiner Naivität, da wand und biss sie sich wieder frei, versteckte sich sogar unter dem Laub: Wo ist sie nun hin?

Also, auch als Jäger bin ich eine Niete, nicht nur als Mörder, denn ich drohte an diesem Winzling zu scheitern. Zweimal gab ich auf, zweimal die Stimme im Hinterkopf: So kannst du den Vogel nicht im Garten lassen.

Nun sitzt sie im Käfig, ein Tuch darum herum, damit innen dunkel ist. Sobald ein Vogel nichts mehr sieht, hält er still.

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Die Nacht

trieb mich durch eine Serie von Träumen, die immer alptraumhafter wurden.

In einem reiste ich nach Indien, aber das Land war unerträglich geworden. Schon bei der Einreise hatte ich nicht genug Geld für die Einreisegebühr, suchte in meinen Taschen, erst fand ich noch Goldmünzen, uralt: falsche Währung.

Sodann nur noch Kleingeld, das im Nennwert immer kleiner wurde. Es reichte nicht, um auf den vollen Betrag für die Einreisegebühr zu kommen.

Mein Gepäck wurde kontrolliert, man fand ein geknicktes Florett, ungenehmigte Einfuhr von Waffen. Doch es war nur aus Plastik, ein Spielzeug. Und der Rest meines Gepäcks bestand aus verdreckten Corona-Masken, die als Sondermüll nicht eingeführt werden durften. Und so ging es immer weiter.

Alles lief Scheiße, was ich auch versuchte. Und das vor der Kulisse eines Landes, das ich gar nicht bereisen wollte, das selbst unerträglich war. Was wollte ich dort überhaupt?

So reihte sich ein Alptraum an den nächsten.

Im letzten Traum wurde ich noch zum Mörder. Die Umstände spare ich aus, es war eine Falle. Und da ich im Morden die völlige Niete bin, verwandelte ich die Szene in ein unappetitliches Blutbad.

Die Leute liefen zusammen, und eine Wolke verräterischen Pulverdampfs wies auf mich. Ich dachte: Das war es. Wie willst du da je wieder rauskommen? Die Geschichte wird mir niemand glauben, und alle Spuren zeigten schreiend auf mich: Da ist der Täter.

Dann geschah etwas Seltsames: Jemand, von dem ich nicht weiß, wer es war, beschriftete den Laden anders, in dem dieses Blutbad seinen Anfang nahm. Und niemand kam mehr auf die Idee, dass dieser Laden mit diesem Blutbad in Verbindung stehen könnte, voll mit Beweisen dieser schrecklichen Tat und dem Täter.

Ich glaubte erst nicht, dass diese Finte überhaupt funktioniert, aber alle liefen auf der Suche nach dem Täter einfach vorbei, denn sie hätten… und das verrate ich mal nicht. 🙂

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Die letzten Tage waren sehr fruchtbar.

Und ich sitze in schwüler Hitze in meinem Reich und wundere mich.

Mein Huhn hat seinen Schlafplatz auf einer Kiste am Fenster, wo es sich gerade seit über einer Stunde putzt. Ein horniger Klang strömt aus gezupften hohlen Federkielen in die Stille der Nacht.

Dunkel wie das Selbst. Ist alles Licht gebündelt, fühle ich mich ganz eins mit dem Licht des Bewusstseins. Und in völliger Dunkelheit. Es erhellt nichts.

Lasse ich mich durch den Tag treiben, was anderes will ich gar nicht mehr, zugegeben ein Luxus, bin ich immer wieder erstaunt, was es erhellt, wie wenig ich weiß, und was es mich dann wissen lässt.

Ich komme mit meiner Geschichte nicht weiter, da das Leben der bessere Erzähler ist. Was will ich Stümper da noch ausrichten, also schreiben?

Es scheint fast, als wäre der beste Schriftsteller der, der nie etwas geschrieben hat. Als könnte der Mensch die Erzählung nur versauen.

Im Wald sauge ich die Bilder und Gerüche auf, modrig, pilzig, feucht, dazu gluckst munter ein Bächlein, erzählt eine Geschichte des Wassers. Schönheit, die nicht verstanden werden muss.

Wer will sich so etwas ausdenken? Wer will diesen Farbenreichtum an Sinneseindrücken erfinden? Und selbst legt sich kalte Feuchte um mich, das Wasser steht in den Schuhen, der Dreck spritzt mir um die Ohren, unbehaglich, behaglich – kein Zustand ist für sich alleine zu ertragen. Es ist der permanente Fluss, der permanente Wechsel der Zustände, die Leben erträglich zu machen scheinen.

Die höchste Euphorie wird schal und unerträglich, bekommt sie nicht wieder einen Stoß.

So sitze ich an meiner Geschichte und bin nicht ein Wort weiter, weiß nicht einmal, wie sie beginnt.

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Kali Rex

Gerade ging ich mit Kali Rex auf die Terrasse, da stellte sie die Halsfedern auf und griff die schwarze Katze an. Bisher hatte sie immer Angst vor Katzen. Und nun war die Katze auf der Flucht vor Kali Rex.

Ich trieb sie ins Zimmer. Sie hüpfte dann im Zimmer herum und übte „Hühner-Kung-Fu“.

Und gerade, zack, trat sie eine Schale vom Schreibtisch: klirr, schepper. Ich fegte die Splitter zusammen, denn auf die ging sie dann auch noch los.

Dann, hopp, sprang sie auf die Rückenlehne des Sessels und jammert mir nun von hinten ins Ohr.

Das wird wohl eine militante Henne.

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Duster war es im Wald.

Ich fand noch ein paar Semmelstoppelpilze.

Die brachte ich meiner Mutter, denn ihr Freund ist ein Fan dieser Pilze.

Nun muss ich mich erst einmal in das Thema Winterpilze einlesen, denn so durch den stillen Wald ziehen ist sehr meditativ.

Heute wieder einen Platten.

Der Zaun um unsere Quelle für die Trinkwasserversorgung vom Baum erschlagen
Viel war es nicht mehr
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Knöchel-Arm-Index

Da ich vor zwei Tage mal wieder das Rauchen aufgehört hatte, bestimmte ich heute beidseitig den Knöchel-Arm-Index.

Das ist ein Test, mit dem ich relativ einfach selbst überprüfen kann, wie es mit Arteriosklerose ausschaut.

Wobei, das Messen des Blutdrucks braucht viel Geduld, richte ich mich nach den WHO-Richtlinien, was kein Arzt, den ich bisher besuchte, jemals tat.

Bei mir ist der Blutdruck beidseitig relativ gleich. Und was kam raus? Ich liege beidseitig mit dem Knöchel-Arm-Index bei 1,67: optimal.

In der Nacht war etwas unangenehm, da es mich (durch den Nikotinentzug) überall juckte.

Aber ich bin ja ein Giftmischer, äh eine Kräuterhexe, und rieb mich dann von Kopf bis Fuß mit meinem selbst „gebrauten“ Rotöl ein, trank Tee aus Zitronenmelisse, Gundermann, Spitzwegerich und Brennnessel. Dann war wieder erträglich.

Eigentlich rauche ich gerne, aber habe es einfach nicht im Griff. Ich kann mich nicht beherrschen. Das Nikotin ist stärker als ich. 🙂 Daher muss ich aufhören.

Und nun will ich in den Wald, denn es gibt noch Pilze.

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