Erst dachte ich:

Sicher ist es nur ein Verständnisproblem. Sie sind irgendwelchen Lügnern auf den Leim gegangen.

Dann wurde mir klar, so einfach ist das nicht.

Dann dachte ich: Vielleicht so etwas wie ein Stockholm-Syndrom? Das Opfer identifiziert sich aus emotionaler Überforderung mit seinem Geiselnehmer.

Dann wurde mir klar, so einfach ist es nicht.

Es ist viel einfacher:

Sie wollen so sein wie der, den sie verehren:

Ein rücksichtsloses Arschloch, das sich in seiner eingebildeten Großartigkeit suhlt, am besten als Milliardär.

Manchmal sind Dinge einfacher, als ich denke.

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Gefühle

Die derzeitige globale Lage erzeugt in mir gerne immer mal wieder einen emotionalen Alpdruck. Ein ekelhaftes Gefühl. Und wer denkt, durch das spirituelles Erwachen würde ich von so etwas geheilt: Vergiss es.

Das sind ein paar Schwafler, die mir einreden wollen, ich könnte mich von mir selbst „freikaufen“. Vor wem?

Worin ich (vielleicht, das hängt auch von meiner Charaktere ab) „besser“ werde, ist darin, es einfach mal anzunehmen, ohne den krampfhaften Drang, das unbedingt ändern zu müssen, der gerne alles nur weiter verkompliziert:

„Fühle ich mich Scheiße, fühle ich mich Scheiße.“ Fertig. Daran ist nichts falsch. Und ich muss auch nicht die coole Sau spielen.

Dieses Annehmen wird in der Spiritualität auch immer wieder thematisiert, aber ein rechtes Rezept dafür gibt es nicht.

Und ich muss auch nicht das Gefühl loswerden, dass ich dieses ekelhafte Gefühl wieder loswerden will. Das kann ich auch einfach annehmen: Die emotionale Krätze und den Wunsch, die emotionale Krätze wieder loszuwerden.

Ich sollte mich nur nicht der Illusion hingeben, dass es dafür Wunderheiler gibt. Natürlich ist das Angebot groß, und gerne teuer, aber warum sollte ich für die Scheiße noch bezahlen? Sie ist gratis, so unbeliebt sie ist.

Und niemand will sie haben. Sie gehört zum Farbenspektrum des Fühlens. Und oft ist es wundersam, in meinen Augen, wie es aus einem Loch nach oben gehen kann, unerklärlich, plötzlich Euphorie. Und wie es, aus einem euphorischen Hoch: „Nun kann mich gar nichts mehr“ abwärts in ein Loch: „Nun wäre ich lieber tot“ gehen kann.


So, nun habe ich die letzten Tage wieder einen Block spiritueller Beiträge geschrieben, obwohl ich mir schwor: „Ich halte nun endgültig die Klappe“(das ist so ähnlich wie mit dem Fühlen), und ich denke, sie beinhalten alles, was das Thema „spirituelle Selbsterkenntnis“ für mich persönlich erleichtern kann, sofern ich diese Erkenntnis überhaupt suche: Notwendig ist sie nicht.

Aber bei diesem gruseligen Wetter fehlt mir jegliche Lust, das Haus zu verlassen.

Gestern wollte Kali Max, meine Henne, raus vor die Türe, jedoch, sie machte gleich kehrt und blieb lieber im geheizten Wohnzimmer: „Gaak, gaak.“ (übersetzt: Scheißwetter).

Wenn ich etwas hasse, dann dieses nasskalte Wetter mit Regen. Eine Qual, bin ich so verfroren wie ich bin.

Dann denke ich mit Schrecken an die Ukraine, wo Millionen ohne Strom und Heizung sind.

Und dann wünsche ich Putin nicht nur die Pest an den Hals: Verrecke Arschloch.

Und auch das ist kein Widerspruch zum spirituellen Erwachen.

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Dieses: „Da ist niemand“

Im Kontext des Neo-Advaita höre und lese ich diese Aussage öfter, aber ich sage: Sie ist eine duale Aussage, die auf die relative Existenz der seienden Persönlichkeit verweist.

Die fundamentale Aussage der Philosophie des Advaita ist jedoch: „Nicht-zwei.“

Und diese Aussage ist im Kontext des Advaita die allerwichtigste Aussage:

„Nicht-zwei“ zwischen Persönlichkeit und Selbst.

„Nicht-zwei“ zwischen Persönlichkeit und Welt.

„Nicht-zwei“ zwischen Selbst und Welt.

„Nicht-zwei“ zwischen Selbst und Welt und Persönlichkeit.

„Nicht-zwei“ erkannt, und ich kann mir den Rest dieser Philosophie sparen.

Sie „erlischt“ in Augenblick der Erkenntnis des einen ICH, auf das sie verweist.

Ihre ganze Aufgabe und Existenz, über den traditionellen und modernen Firlefanz darum herum hinaus, ist dieser Fingerzeig: „Nicht-zwei“.

Er verweist direkt auf das Selbst, das eigentliche Ich, und hat mit dem relativen Geschachere der vielen Köpfe des Ich in der Schöpfung wenig (besser: nichts) am Hut.

Nicht ein wenig Ich und ein wenig Persönlichkeit, oder nicht, oder das eine oder das andere, ein wenig Welt und ein wenig Selbst, oder das eine, oder das andere, oder das eine nicht und das andere, oder das andere nicht und das eine, etwas Ich und etwas Persönlichkeit, oder etwas davon nicht, oder etwas Salz und etwas Pfeffer, etwas jenseits oder diesseits oder hierseits im Gegensatz zu jenseits oder diesseits, oder, oder nicht, oder doch, oder doch nicht, oder und oder nicht, oder dual, oder „nondual“, oder grade das eine, oder das andere, das andere nicht, das oder, oder, oder nicht.

Alles fällt in das seiende ICH der Wirklichkeit: „Nicht-zwei.“

Nicht etwas Gegenüber und etwas Nicht-Gegenüber, nicht etwas Subjekt und etwas Objekt, nicht etwas „richtig“ und etwas „falsch“: Ich bin alles Geschachere um mich selbst im Kern los. Und warum? Ich bin nicht-zwei.

Wer dieses Rätsel knackt, darf sich „Meister des Advaita“ nennen, nur spielt das überhaupt keine Rolle mehr.

Ich bin daheim, mich selbst, egal als was, egal wo, egal wie ich mich relativ definiere:

„Nicht-zwei.“ = Daheim = mich selbst = das Selbst,

frei jeder Definition = frei zu jeder Definition

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Bei mir steht „die Energie“

derzeit voll im Kopf, was sich für mich etwas seltsam anfühlt, denn sie macht mich empfindlich gegen den Winter und bestimmte Nahrungsmittel.

Irgendwie reagiert der Körper anders auf sie, und ich vermute, dass einige Diäten im traditionellen Yoga damit im Zusammenhang stehen: Ich vertrage dann einfach nicht mehr alles so gut.

Am besten vertrage ich Milch, was mich an eine Geschichte erinnert:

Anfang der 80er-Jahre war ich auf einem Yoga-Camp in Dänemark und lernte dort einen Inder kennen, der felsenfest behauptete, trinkt man nur noch Milch, wird man innerhalb von Wochen „erleuchtet“.

Er könne das allerdings nicht machen, denn er hätte zu viele soziale Verpflichtungen: Keine Zeit für die Erleuchtung. 🙂

Und das erzähle er jedem, der es hören oder nicht hören wollte: Wer nur noch Milch trinkt, wird automatisch erleuchtet. 😉

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„Ich frage für einen Freund“

Das war ein Scherz. 🙂

Nein, ich telefonierte mit einem Freund.

Ich weiß nicht, was derzeit in Deutschland los ist, denn er behauptete: „Wir leben ja eh in keiner Demokratie mehr.“

Dabei fällt mir immer wieder auf, dass viele zu vergessen scheinen, dass Demokratie nicht einfach die Mehrheitsentscheidung ist, sondern sich über die Menschenrechte definiert, die nicht verhandelbar sind, und den Einzelnen (auch vor der Mehrheitsentscheidung) schützen (sollen). Die Qualität einer Demokratie misst sich primär an diesem Schutz des einzelnen Menschen vor der Mehrheit (die gerne zum Mob wird).

Menschliche Demokratie ist nie perfekt. Perfekt ist nur die Demokratie des Selbst, denn hier gelten die Naturgesetze (atomare „Menschen“rechte). Und wie sehr der Pöbel auch tobt, das Selbst ist in dieser Hinsicht nicht nur taub, sie werden zur Knute, wo ich sie ignoriere. 🙂

Ich will das hier auch nur salopp andeuten, nicht weiter vertiefen, denn: „Für wen?“

Themen wie die Klimaerwärmung diskutiere ich auch nur noch auf „Die Zeit“, da dort noch teilweise eine brauchbare (konstruktive) Diskussion möglich ist.

Das soll nur eine Andeutung sein, warum es in der Demokratie des Selbst keine paranormalen Fähigkeiten (Sonderrechte) gibt. Die Materie ist eine perfekt demokratische Veranstaltung der Atome, vereinfacht gesagt. 🙂

Dann war ich kurz auf Twitter, ich habe dort noch einen ungenutzten Account, aber stellte fest, dass der Aufenthalt in diesem Reich noch unangenehmer als auf Facebook ist. Mit einem Kotzgefühl reiste ich wieder ab.

„Spiritualität und Politik“ ist wohl – im konstruktiven Sinne – ein Thema der Zukunft. Vielleicht in 1.000, 10.000 oder 100.000 Jahren. Wie sich darin Buddha behaupten konnte, ist mir heute ein Rätsel. Schon 500 Jahre später wurde der Verkünder einer solchen Politik (Jesus) ans Kreuz genagelt.

Und auch das formlose Selbst hatte keine optimistischere Botschaft. Ein Großteil der „Satsänger“ erschien als Fratzen… mehr sage ich nicht.

Und wenn ich eine Gegenposition vertreten soll, nach all dem Corona und mit dieser laufenden Q-Scheiße, überlege ich mir das derzeit viermal. Es macht wenig Sinn, gegen geballte Ignoranz zu kämpfen.

Lieber sammle ich Pilze, wobei ich feststellte, dass die für mich zu viel Purin enthalten: vertrage ich nur in kleinen Dosen, sonst: „Aua“.

So habe ich meine Ernährung wieder umgestellt: Milchprodukte, Eier, Kartoffeln, bestimmte Gemüse. Achte ich nicht darauf, folgt schleichend „die Rache der Harnsäure“ 🙂

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Ein neues Format?

Das ganze Thema klingt nur für das Verständnis, oder bereite ich es für das Verständnis auf, gerne so „trocken“, denn eigentlich spielt die emotionale Komponente eine viel größere Rolle.

Nur lässt sich die noch schwerer vermitteln. Dazu wäre Satire, Karikatur und lustige „spirituelle Geschichten“ ein viel geeigneterer „Träger“.

Zum Beispiel eine Geschichte über ein Ashram, in dem zuletzt das Ashram-Huhn derjenige Teilnehmer ist, der als einziger „erleuchtet“ wurde. Und niemand bemerkt es. Es legt jeden Tag brav sein Ei. 🙂

Oder „Tobis neuste Nachrichten“, in denen ich die globalen Ereignisse etwas auf die Schippe nehme und durch satirische „Fake-News“ ergänze.

Mal sehen. 🙂

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Für dieses Gewahrsein

(siehe letzter Beitrag) ist es nicht so wichtig, ob ein Beitrag von keinem, einem oder Milliarden Menschen gelesen wird.

Gewahrsein kann sich beliebig viele Persönlichkeiten erschaffen. Und das noch in einem weit größeren Variationsbereich, als uns aus der Evolution des Lebens auf der Erde (bisher) bekannt ist.

Kommt Gewahrsein in einer Frage nicht weiter, verteilt es sie auf immer mehr „Köpfe“, ohne dabei real „mehr“ zu werden. Und diese stehen zudem in Interaktion.

Unsere arbeitsteilige Gesellschaft (und noch mehr die des Lebens auf dieser Erde) ist Ausdruck dieser Strategie des Gewahrseins, mit Fragestellungen umzugehen: Schaffe ich es nicht mit nicht einer, versuche ich es mit zwei, Zehn, Tausenden, Millionen, Milliarden, Billionen.

Und wir verwenden diese Strategie auch in den Modellberechnungen.

Für mich war immer faszinierend, zeigte mir das Gewahrsein diese Strategie in im Umgang mit Fragestellungen in Träumen, denn sie zeigten die schier unbegrenzte Macht des Gewahrseins.

Aber nicht nur, dass sich Gewahrsein schier unendlich viele Köpfe erschaffen kann, es kann sich auch beliebig viel Raumzeit erschaffen: Schaffe ich es nicht in einem Jahr, dann vielleicht in Zehn, in Tausenden, in Milliarden.

Was einfach heißt: Egal, was zu einer „Lösungsfindung“ notwendig ist, oder sich im Zuge einer Lösungsfindung als notwendig zeigt: Es erschafft sich das.

Daher kann niemand das Selbst darin aufhalten, das Geheimnis um sich selbst zu lösen.

Wenn Buddha von seinen unzähligen Leben spricht, bis er zur Selbsterkenntnis fand, beschreibt er diese Strategie des Gewahrseins:

„Unbegrenzt ist die Macht des Selbst!“

Daher neige ich mein Haupt vor dem Selbst.

Und das ist der Grund für die spirituelle Aussage:

„Am Ende wird alles „gut“ (egal wie viel Scheiße dazu geschehen muss).“

Der mystische Schauder vor der Heiligkeit (Selbstheilungsfähigkeit) des Selbst.

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Ich schaute ein YouTube,

das ein Forschungsergebnis thematisierte, nach dem das Gehirn mit Quantenverschränkung arbeitet, wodurch Informationen in verschiedenen Gehirnarealen gleichzeitig präsent sind.

Die Gehirnforschung versucht seit längerem, herauszufinden, was Bewusstsein ist, mit der Grundannahme, dass ein Gehirn Bewusstsein erst erzeugt.

Das ist in meinen Augen eine berechtigte Arbeitshypothese, auch wenn ich es anders sehe. Berechtigt, definiere ich Bewusstsein über wahrgenommene Inhalte, also den Bipol: „Wahnehmendes und Wahrgenommenes“.

Warum ich es etwas anders sehe, liegt daran, dass ich mich vor Jahren mit dem Thema „Wo bin Ich im Tiefschlaf?“ beschäftigte und dabei feststellte, dass es im Tiefschlaf keinen Unterbruch des Ich gibt.

Es gibt etwas, was im Tiefschlaf, anders als die Persönlichkeit, nicht abgeschaltet und beim Aufwachen (oder Träumen) wieder eingeschaltet wird.

In der Spiritualität unterscheiden daher manche Menschen zwischen Bewusstsein und Gewahrsein, wobei hier unter Bewusstsein grob dasselbe verstanden wird wie in der Naturwissenschaft, mit dem Unterschied, dass es einen leeren Grundzustand des Bewusstseins gibt, der über Inhalte nicht greifbar ist: Diesen Grundzustand des Bewusstseins nennt man in dieser Unterscheidung zwischen Bewusstsein und Gewahrsein: Gewahrsein.

Das Gewahrsein in dieser Unterscheidung ist „leeres Bewusstsein.“ Etwas, was inhaltlich „nichts“ ist, aber trotzdem vorhanden, bzw. sogar das, was wir (auch wieder unabhängig von Inhalten (und damit Raumzeitausdehnung)) als „die Wirklichkeit“ bezeichnen.

In der Spiritualität ist die Erkenntnis des Gewahrseins essenziell, denn sie ist der Schüssel zum „ewigen Ich“: Ich bin/ ist nicht nur diese erscheinende Persönlichkeit.

Wichtig ist in meinen Augen in diesem Thema nur, im Hinterkopf zu behalten, dass es zwischen Gewahrsein und Bewusstsein essenziell keinen Unterschied gibt.

Der Zustand Bewusstsein (nach dieser Definition) ist einfach: Gewahrsein mit wahrgenommenen Inhalten.

Gewahrsein selbst kann ich über Inhalte schlecht definieren, da Gewahrsein kein Objekt der Wahrnehmung ist, sondern ein IST: das von allen Inhalten losgelöste Sein des Ich.

Und hier habe ich das begriffliche Problem, dass das, was über Inhalte nicht greifbar ist, zu dem wird, was alle Inhalte übersteigt: Es erscheint als ein „nichts“, sprich: weniger als alle Inhalte — und zeigt sich hier aber größer als alles zusammen, was es gibt, gab und jemals geben wird.

Im Gewahrsein begreife ich mich (Ich) als das, was in der Mystik als die Ewigkeit umschrieben wird und die wir begrifflich nur über Inhalte beschreiben können: als das sogenannte Bewusstsein.

Setzt die Naturwissenschaft in der Untersuchung des Selbst ((kosmischen) Ich) am Bewusstsein an, setzt die Spiritualität „vor dem Bewusstsein“ an: dem Gewahrsein.

So ist das Gewahrsein der Ausgangspunkt der „spirituellen Weltuntersuchung“.

Jeder spirituelle Ausflug fängt hier an und hört hier auf (wer auch immer das begreifen mag 🙂 ).

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Meine Beziehung

zum kosmischen Selbst gleicht in vielem der Beziehung meines Huhnes zu mir. Es sieht mich Dinge tun, die es sich nicht erklären kann. Und diese Tatsache macht mich für das Huhn oft unheimlich: „das Monster“. 🙂

Heute jagte es den Mauscursor auf dem Bildschirm. Und da es ihn auf dem Bildschirm nicht greifen konnte, „nanu, da ist wohl etwas im Weg“, suchte es ihn zuletzt hinter dem Bildschirm, aber da war nichts zu finden.

So stand es da und rätselte. Dass es auf die Idee kam, ihn hinter dem Bildschirm zu suchen, faszinierte wiederum mich, denn das ist eine beachtliche logische Leistung.

Aber es erlag darin dem Trugschluss, dass er – wie eine Fliege – in materieller Substanz vorhanden sein müsste: ist er nicht vorne, ist er hinten.

Und das sind die Trugschlüsse, denen ich als Mensch auch oft erliege, ohne auf die Idee zu kommen, dass vielleicht meine Grundannahme falsch ist.

Und dieses: „Wo liegt der Denkfehler?“ ist oft das hauptsächliche Hindernis bei einer Lösungsfindung: „Ist meine Grundannahme überhaupt richtig?“

Die sind oft so eingeschliffen, dass ich sie gar nicht mehr infrage stelle.

So ist das auch im Thema „Ich“. 🙂

Ich suche das „Ich“ in der Persönlichkeit und finde es nicht.

Das ist bei der spirituellen Selbsterkenntnis das hauptsächliche Hindernis.

So wie ich das Ich in der Gestalt greifen will, scheint es sich immer wie ein Aal zu entziehen und ist in der Gestalt nicht festzuhalten. Und erwarte ich es „innen“, also hinter der Gestalt, ist da auch nichts.

Aber lasse ich es los – also lasse die Idee los, es handelt sich dabei um eine Gestalt – steht es still und unverrückbar.

Ich muss es gar nicht suchen. Es bildet den Hintergrund zum Gesamtereignis. Und das noch völlig losgelöst davon, ein Inhalt der Raumzeit zu sein.

Hier spricht die Spiritualität dann von der ewigen Natur des Ich, oder: „the cosmic I“.

Das ist kein anderes Ich als das Ich, das ich Jahre in der Gestalt suchte.

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Das spirituelle Rätsel, das mir das „formlose Selbst“ stellte.

Ich schreibe hier inzwischen primär, um für mich Inhalte zu ordnen, als Tagebuch, und weniger, um Spiritualität zu lehren. Das kann ich – bei Lichte betrachtet – gar nicht. 🙂

Ich kann zwar so tun, als wäre ich ein „spiritueller Lehrer“, aber die wirkliche „spirituelle Lehre“ geschieht durch das „formlose Selbst“.

So arbeite ich mich zu diesem Rätsel vor, das mir das formlose Selbst persönlich als „Hausaufgabe“ stellte.

Du schaust als interessierter oder gelangweilter Leser auf meine persönlichen „Hausaufgaben“. 🙂

Und die sind eine unglaublich harte Nuss, vor der ich wie ein Depp stehe:

„Die Zukunft ist vollkommen offen“ und: „Das formlose Selbst kennt die Gesamtheit der Zukunft.“

Beide Aussagen sind „wahr“.

Beide Aussagen widersprechen sich im Verständnis gänzlich: Wie kann das formlose Selbst die Zukunft kennen, obwohl sie andererseits offen ist?

Ich kann im spirituellen Sinne „erwacht“ und „erleuchtet“ sein und trotzdem in den meisten Fragen des Lebens ein Depp.

Und hätte ich nicht über mein Huhn geschrieben, wäre ich nicht auf meine Hausaufgaben gestoßen:

„Nun knacke dieses Paradox.“

Viel Spaß beim Nachsitzen. 🙂

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