Kali Rex brütet seit zwei Tagen.

Ich habe ihr gestern zusätzlich zu ihren sechs Eiern drei große Eier untergeschoben, die ich bei A. holte und die vielleicht befruchtet sind. Die nahm sie sogar an.

Gestern erklärte sie mir den ganzen Tag, dass sie nun brütet, schaute ich oder sagte etwas. Ich halte mich raus, denn Hühner am Brüten hindern zu wollen endet nur in lautem Geschrei. Zudem ist es ganz praktisch. So scheißt sie mir nicht ins Zimmer, denn raus in den Garten will sie beim derzeitigen Wetter nicht.

Und ich auch nicht. Gestern war ich kurz mit dem Rad weg, das war mir kalt genug.

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Manche sagen: „die Suche müsse aufhören.“

Aber was ist „Suche“ anderes, als mich ständig selbst mit dem Unbekannten zu konfrontieren, dem Neuen, dem Unerwarteten, dem vorher Unvorstellbaren?

Und hier ist das Selbst wie eine ewig frische Quelle, aus der völlig unverdorbenes Wasser sprudelt: immer ganz neu. Immer wieder ganz neu.

Und wer darin ein Ende erwartet, kann ewig warten, warte „bis die Suche aufhört.“

Ich kann aber auch jetzt schon, und immer, das richtige Selbst sein:

Frei davon, die Frage nach mir selbst an der richtigen Kleidung festzumachen, trotz allem Kopfzerbrechen, was ich bei diesem Wetter am besten anziehe?

Auf einem Auge schaue ich zu (Meditation) und auf dem anderen mache ich, was ich mache (Gestalt).

Und nun der Trick: Richte ich meine Aufmerksamkeit auf das, was still steht, scheine ich stillzustehen, richte ich sie auf das Auge der Gestalt, scheine ich mich zu bewegen.

Und so kann ich meine persönliche Geschwindigkeit im Empfinden etwas steuern.

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Nun habe ich,

weil ich es mal wieder nicht lassen konnte, viel zum Thema Meditation geschrieben.

Theoretisch ist Meditation ganz einfach. Erkenne dich, was offensichtlich ist, als das absolute Hier und besinne dich, so oft du Lust hast, auf diesen „Grundzustand“.

Es bist nicht du, der kommt und geht, heißt es: Was kommt und geht, ist nicht wirklich.

Da mag kommen, was will, unerklärlich, und einer muss sie alle ertragen, der nicht mit ihnen kommen und wieder gehen kann.

Ist das nun gut oder schlecht?

Sterblich zu sein, hat den Vorteil, auch alles einmal wieder loswerden zu können.

Unsterblichkeit muss alles ertragen. Nicht nur diesen, jeden.

Auch Trump und Putin.

Es hat durchaus Vorteile, im Ereignis nur temporär und eher unverbindlich in Erscheinung zu treten und sich den Rest der Veranstaltung zu sparen: Wollte nur mal kurz gucken. Nun ja.

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In meiner Jugend

wunderte ich mich bei spirituellen Aussagen immer, woher der das weiß, lernte sie auswendig, vergaß sie dann wieder.

Woher weiß der das?

Das ist nicht einmal ein Wissen, das ich auswendig lernen kann, da es Worte nutzt, ohne in ihnen eine feste Gestalt zu haben.

„Spirituelles Wissen“ ist die Schau aus einer anderen Perspektive auf das Ereignis. Aus der Perspektive des Bewusstseins.

Es ist ein „sinnliches, nicht materielles Wissen“, das mit „Bewusstsein-Sein“ verbunden ist. Wo ich Bewusstsein bin, ist auch dieses „Wissen“, das Bewusstsein mit Erscheinung verbindet.

Ich schaue aus dem Nullpunkt des Ich auf das Ereignis. Der Nullpunkt des Ich ist empfunden ein absolutes Hier, gegen das die Raumzeit wie ein Nebelhauch erscheint. Nichts kann den Absolutheitsanspruch des leeren Hier brechen.

Und wie dieses „Nichts“ erkannt wird, wird es auch als „die Energie“ erkannt. Alles, was wir als „substanzhaft“ empfinden, ist letztlich dieses „Nichts“, das gerne eine unglaubliche Faszination auslöst.

Denn es gibt ein echtes Wunder, etwas, was unerklärlich ist, etwas, was jenseits jeder Vorstellungskraft ist… und von unglaublich befruchtender Potenz. Das, was sichtbar „Nichts“ ist.

Und das Mysterium um uns selbst, um mich selbst, hat die Tiefe eines Ozeans, dessen Grund noch nie jemand gesehen hat.

Und über all den Streit, all diese Nebensächlichkeiten, übersehen wir gerne das seiende Mysterium, und damit auch die Potenz, das Ereignis erfreulich zu befruchten.

Meditation ist auch, zu lernen, in einen Abgrund zu schauen, der unendlich tief ist, ungewusst, nicht versiegelt werden kann, dem ich ausgeliefert bin.

Und das geht am besten von festem Grund aus. Und der einzige feste Grund in diesem Ereignis ist der Urgrund. Und der Urgrund hat aus materieller Sicht keine Substanz. Erst erkenne ich mich als Bewusstsein, erkenne ich auch die eigentliche Substanz, die das Universum substanzhaft erscheinen lässt.

Wo ich mit dem einen Fuß festen Boden betrete, trete ich mit anderen, in der Frage nach meiner wahren Gestalt, ins Leere: offene Weite.

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Trotz aller spirituellen Techniken,

gibt es keine, die über „Sat-Guru“ Macht hätte. Und das macht das Thema in der Lehre einerseits „völlig harmlos“ (denn gegen Sat-Guru kann nicht passieren), andererseits den Lehrer auch irgendwie zu einer Art „Witzfigur“, weil er etwas lehren will, was er gar nicht kann.

Der „spirituelle Lehrer“ – und damit Guru – ist die Manifestation „menschlicher Impotenz“ in einem Thema als „angebliche Potenz“.

Die Psyche, aus der sich die persönliche Psyche als eine persönlich-köperliche Perspektive abgrenzt ist so tief wie das Weltall.

Und so unerklärlich ist „Sat-Guru“, Dakshinmurti in der indischen Legende.

Wir spekulieren viel und wissen fast nichts darüber, warum „Selbsterkenntnis“ existiert und was sie in der Evolution der Persönlichkeit bedeutet.

Die Spiritualität ist die Reise in das Land meiner selbst, dorthin, wo es keine menschlichen Führer mehr gibt.

Und für dich selbst keinerlei Garantie, wie du darauf reagieren wirst und damit umgehen kannst.

Neuland ist Neuland, unerforscht.

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Wenn die Kundalini erwacht,

zeigt sie gerne, dass es keine „äußere“ Instanz gibt, die dich durch diese Reise begleiten kann: „Jeder Halt in dieser Welt ist eine persönliche Illusion.“

Das ist für die menschliche Persönlichkeit gerne ein tiefer Schock, in dem sie nach und nach in den Urgrund fällt, weil die Gestalt keinerlei Halt mehr bietet.

In was? Der Frage nach mir selbst.

Was als Erkenntnis blitzartig geschieht, und mehrfach in verschiedensten Farben aufleuchtet, ist energetisch ein Prozess, Bewegung. Und dieser inneren Dynamik bin ich als Persönlichkeit völlig ausgeliefert.

Hier wird der, der erst als Täter erschien, meditieren lernen wollte, zum Opfer, der Kraft, die ihn dazu anstiftete und nun als der „Sat-Guru“ Wirklichkeit ist.

Energetisch gesehen ist so die Meditation der Ruf nach dem „Guru“.

Und das ist nicht einfach so ein Spiel, von dem ich erwarten kann, es dient etwas der Selbstoptimierung im Leben.

Antwortet der Guru, antwortet der Guru. Und ob ich diesen Geist rufen soll, oder nicht? Einerseits erscheint für viele eine „besser nicht“ angebracht, andererseits hat letztlich auch niemand eine wirklich Wahl.

Wen die Schlange aussucht, den wird sie auch beißen. Und wer gebissen wird, steht – bei Lichte betrachtet – weitestgehend allein da.

Und „Alleine mit Sat-Guru“ ist die eigentliche „Meister-Schüler-Beziehung“, die kein Mensch ersetzen kann. Und die kein Mensch sein kann.

Das ist ein ganz „persönliches Ding“, da auch die Energie sich personalisiert, was heißt, ihre Lehre gilt nur für dich selbst – sonst niemanden.

Ein Guru – ein Schüler

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Ich überlege ja immer wieder,

selbst etwas wie einen Kurs anzubieten, aber ich habe tiefsten Respekt vor dem Thema „Kundalini“. Und wo eine Meditationspraxis anfängt „in den Tiefen der Persönlichkeit“ zu wühlen, scheucht sie gerne „die Schlange“ auf.

Erst rufe ich (Meditation) nach einer Antwort, dann kommt sie, aber sie ist „ein Tier“. Und es gehorcht mir nicht. Ich wundere mich immer wieder, wenn es Leute gibt, die angeblich die Kundalini kontrollieren können.

Die intensivsten und ekelhaftesten Angstzustände, Hilflosigkeitszustände und Ohnmachtszustände sind dieselbe Frucht wie Sat-Chit-Ananda: Kundalini.

Schaue ich in die Geschichte, gibt es keinen Mystiker oder Mystikerin, die nicht „durch diese Hölle ging“.

Das liest sich auf Spon so schön: „Die heilende Wirkung der Meditation“, aber unter dieser stillen Wasseroberfläche lebt ein Monster. Und wer es weckt, wird es nicht mehr los. Was praktisch heißt: Das Leben geht völlig neue Wege.

Und die Kundalini ist ein Haustier, das nicht gehorcht. Aber ist es einmal hier, wird man es auch nicht mehr los. 🙂

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Das Problem mit Kursen

(siehe unten) ist, springt die Energie mit auf, enden sie automatisch im Chaos.

Im Wesen ist es ja das, was einen effektiven Kurs ausmachen würde, also theoretisch erwünscht ist, aber praktisch galoppiert der Gaul der Kontrolle davon. Drama und Drama. Katastrophe: „Shiva der Zerstörer“ am Werk.

Es heißt ja immer, Meditation soll in die innere Stille führen. Aber das ist auf der persönlichen Ebene ein energetischer Prozess, ein Umbau in der Persönlichkeit. Und erst einmal kommt dann gerne praktisch „der Abriss“.

Und gibt es bei einem solchen Kurs 5 Teilnehmer(innen), endet er in 5 Tragödien. Und was „in Stille“ enden sollte, ist ein Haufen aufgescheuchter Hennen und Hähne.

Ja, es ist theoretisch so schön: alle versinken nach in nach in Sat-Chit-Ananada, Gratulation dem Kursleiter.

Aber wer will schon die „Drecksarbeit“ machen? Und dann noch persönlich mit ertragen? Und das ohne Kontrolle über die Energie und ohne eine Ahnung, wie das ausgeht?

Wenn „innen“ was passieren soll, muss halt auch „außen“ etwas passieren. Und was von „innen“ still aussieht, ist von „außen“ donnerndes Getöse.

Das ist nur etwas für Leute wie diesen Eisman, Wim ?, der nackt auf dem Nordpol meditierend sich nicht aus der Fassung kriegen lässt, einem „Superhuman.“ 🙂

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Auf Spon las ich einen Artikel,

eine Studie aus China, nach der sich Meditation günstig auf die Darmflora auswirken soll. Zudem soll die gegen Angstzustände und Kreislauferkrankungen helfen.

Die Studie fand wohl in Tibet statt, mit Mönchen, die 2 Stunden am Tag meditierten.

So richtig aussagekräftig ist diese kleine Studie nicht, aber der Kurpfuscher in mir horchte auf, denn gleich überlegte ich an einem angemessenen Folter-, äh: Kurprogramm.

Die erste Woche würde ich erst einmal Heilfasten vorsehen. Sieben Tage nur ein Süppchen, dazu Spaziergänge und das Üben der Bauchatmung. Die Bauchatmung hat den Vorteil, dass sie beruhigt. „Ich sinke ins Hara.“ Und so tief atme ich, tief in den Bauch.

In der zweiten Woche gibt es dann leichte Kost und Meditation in Bewegung (Sport) und Meditation ohne Bewegung.

Gerade der Kontrast zwischen Anstrengung und völliger Entspannung lässt sich so weiten. Ich kann mich viel tiefer entspannen, habe ich mich erst angestrengt.

Was ist nun aber „Meditation“? Ich hatte all die Anleitungen, wie ich „richtig“ meditiere, nie wirklich verstanden. Bis auf „Atman Vichara“.

Am Ende stellt sich heraus, dass Meditation einfach „das Verweilen im entspannten Grundzustand des Geistes“ ist. Wie verweile ich nun im „Grundzustand des Geistes“? Im Grunde müsste ich einfach nur entspannen. 🙂

Im Grunde ist theoretisch sehr einfach, was praktisch-persönlich dann doch in einer Katastrophe mündet. 🙂

Das ist ja der Witz am Thema, dass „Meditation“ schon immer stattfindet. „Meditation“ ist eigentlich der psychische Grundzustand der Persönlichkeit.

Die Meditation ist so eine Entdeckungsreise in mich selbst, die automatisch, egal unter welchen persönlichen Präferenzen sie stattfindet, im „Spirituellen Erwachen“ mündet, der Selbsterkenntnis. Der Entdeckung der „Meditation“, dem Anteil meiner selbst, der schon immer in tiefster Meditation ist.

Der Ozean der Energie als dessen „Oberfläche“ alle Bewegung (auch die persönliche) stattfindet.

Und natürlich hat diese Entdeckung eine persönliche Wirkung.

Aber jedes Medikament hat wieder Nebenwirkungen, und das endet dann so: Der erste bekommt einen Kundalinianfall und rennt verstört in der Gegend herum, der Zweite wird auf dem Fahrrad von einem Hund gebissen, der ganze Kurs endet in einer Katastrophe… weil:

In der Theorie erscheint vieles einfach, was nicht heißt, dass zuletzt nicht ein wütender Mob mit Mistgabeln hinter dem „Guru“ her ist, der verzweifelt versucht, mit dem Fahrrad zu flüchten. Aber dann reißt noch die Kette am Fahrrad, er stürzt über den Zaun zur Weide. Und dann hat er nicht nur den wütenden Mob, sondern auch noch zwei Stiere im Rücken.

Und wer dann noch „in Meditation“ ist, hat es womöglich geschafft, zumindest darf er es sich 5 Minuten einbilden, bis „der Praxis der Meditation“ wieder ein neuer Weg eingefallen ist, ihn zu ärgern.

Daher ist der beste Kurs gerne der, den ich meinen Mitmenschen erspare, auch wenn sie nie wissen werden, was ihnen dadurch erspart blieb. 🙂

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In der Nacht stürmte es.

Ich wachte auf, wollte etwas schreiben, aber ich löschte es wieder.

Mal was Neues?

Und wie ich so in das Selbst starrte und reflektierte, mal aus jener, mal aus anderer Perspektive, als wolle ich die Tiefenschärfe an einem Foto einstellen, kam mir die Idee zu einem „spirituellen Experiment“.

Starre ich direkt in die Ewigkeit, ist nichts zu sehen. Aber irgendwie „verzerrt“ sie die gewohnte Denkweise, versuche ich sie mit dem Verständnis zu berühren. Und dabei gibt es manchmal Informationen zu sehen.

Alle spirituellen Aussagen über das Selbst, wie „Ich bin alles, was es gibt“ bis hin zu „Wer jetzt ist, wird niemals nicht sein“, sind Informationen über die Ewigkeit an ihrer direkten „Kontaktfläche“ zur Erscheinung.

Wie wenn ich mit einem Teleskop in den Weltraum schaue, hier ist das Teleskop das Verständnis, kann ich in einer kontemplativen Meditation, in der das Verständnis aktiv teilnimmt, an diesem Teleskop spielen.

Schaue ich direkt in das Selbst, ist es wie der leere Weltraum. Nicht einmal der Raum ist erkennbar, da nichts in ihm ist, an dem er messbar wäre.

Aber blinzle ich ein klein wenig zur Gestalt, den Objekten, wo sie den leeren Raum füllen, wird auch „der Raum“ „sichtbar“.

Alle Aussagen über das Selbst beschreiben diese Kontaktfläche zur Erscheinung, als den „Hintergrund“ aller Erscheinung, den „Raum“, den sie füllen.

Und sinnlich erscheint dann das so, als wäre das Selbst eine Art Kugel, an deren Oberfläche, wie die Oberfläche einer Sonne, die Welt wabert.

Das Nichts nennt man Nichts, weil ihm gar nichts zu entlocken ist, aber wo es in die Schöpfung geht, gibt sich das Nichts eine Blöße, denn es ist nun „etwas“. Und das kann es nicht verstecken.

Der Trick ist nun, das Nichts dort zu erwischen, wo es die Hosen runter lassen muss, etwas über seine Natur aussagen muss, sich auf etwas festlegen muss, greifbar machen muss.

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