Heute ist alles weiß eingezuckert.

In der Nacht schneite es in den Frost. Ein Hauch von Winter. Ich fütterte die Katze, wollte sie berühren, aber sie fauchte mich an: „Weiche von mir, Satan.“

Ich schrieb heute etwas zu Ramana Maharshi, denn die Nachrichtenlage stimmt mich nicht sehr optimistisch, auch nicht in Hinsicht auf das Thema meines Blogs.

Relativ gesehen, also als die eigene Weltanschauung befruchtender Aspekt, steht die Selbsterkenntnis eigentlich diametral dem Faschismus gegenüber, aber nicht als Philosophie oder politische Idee, sondern dadurch, dass sich alle dieselbe Identität teilen.

Wir tun zwar sozial so, als wäre dies eine Veranstaltung der Vielen, was sie persönlich gesehen auch ist, aber diese Vielen teilen und bestimmen sich durch eine gemeinsame Uridentität, dem Selbst.

Mit dem global zunehmenden Faschismus werden wir nach Wetterprognose einen gewaltigen Schiffbruch erleiden.

Vielleicht gibt es schon Zivilisationen im Weltall, in denen Selbsterkenntnis Standard ist. Ich vermute es, da eine Weiterentwicklung der Zivilisation eine zunehmende Differenzierung der Persönlichkeiten erfordert und fördert. Und damit einher geht immer eine Irritation der relativen Identitätsfrage.

Woran mache ich mich fest? Worauf beruht das „wir“?

Dem Selbst.

Und ob die menschliche Kultur diese Hürde nehmen kann? Vielleicht sind das alles nur Anzeichen, dass Bewegung in diese Frage kommt, ein Aufbäumen des Alten?

Ich lese immer mehr Geschwurbel und sehe immer weniger „Licht“. Vielleicht liegt es an meiner eigenen Informationsblase.

Mir fehlt die zündende Idee. Und lese ich die Nachrichten, ärgert mich das öfter einmal: „Da schaust du zu und weißt nichts Brauchbares anzubieten.“

Aber: Zumindest versuchen darf und kann ich es ab und zu auf dem Weg in sich abzeichnende „Katastrophen“.

Nun hätten wir zumindest halbwegs den Weg durch die Corona-Pandemie gefunden, aber die hat wieder eine „Deppenpandemie“ ausgelöst. Und deren Folgen (und „Heilung“) ist/ sind ungewiss.

Das Erdklima galoppiert davon, der zunehmende Größenwahnsinn der Propheten und ihres Gefolges auch. Und wo sich so viel Energie anstaut, kracht es dann gerne ziemlich laut.

Und jeder Versuch, etwas Ruhe in die kreischende Hühnerschar zu bringen, endet in noch lauterem Gekreische.

Die oder der das wieder beruhigen kann, muss wohl erst noch geboren werden.

Aber es schneit gerade. Und das ist wunderschön.

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Ramana Maharshi

ist sicher der „Guru“, den ich am meisten verehrte. Und betrachte ich mein Verhältnis zu ihm heute, sehe ich eher, in welch seltsamer Lage er war.

Fast schon „gruselig“. Und wie er sich da durch mogelte, bzw. vom Leben durchgemogelt wurde.

Selbstdefinition ist als Mensch eine soziale Definition, aber was ist mit Menschen, die da rausfallen?

Die soziale Definition ist hier ohne weitere Relevanz. Und ob er als Obdachloser, Bettler, Heiliger oder Guru gesehen wurde: das ist alles soziale Definition.

Ramana war egal, ob jemand Tier, Frau, Mann war, aus welchem Land sie oder er kam, welcher Kaste oder Stand dieser Mensch angehörte, wie viele Titel er hatte: alles soziale Definition.

Er ließ sich nicht mehr sozial definieren, da er den Ankerpunkt seiner eigenen Identität jenseits des Sozialen erkannte. Und hier sind alle Titel und alle soziale Unterscheidung in der Identitätsfrage ohne echte Substanz.

Im sozialen Sinne wurde er „entpersönlicht“, was er jedoch auch nur aus dieser Sicht des Sozialen war, in der man Menschen am Erscheinungsbild ihrer Persönlichkeit im Sozialen festmacht.

Das traditionelle Brahmacharia hat so auch sehr wenig mit sexueller Enthaltsamkeit zu tun, im Wesen, sondern diesem „Verlassen alle Stände“:

„Ich bin das Selbst.“

Und hier gibt es tatsächlich weder Meister noch Schüler, sie sind Bestandteil des sozialen Aspekts im Thema Selbsterkenntnis. Die Erkenntnis selbst ist, gemessen am Sozialen: „transpersonal“.

Und sie ist auch nicht Gegenstand verbalen Wissens (Glaubens) oder dadurch ersetzbar, sondern diese Erkenntnis ist substanzielle Permanenz

Im Hintergrund dieses rätselhaften Ereignisses.

Warum ich das schreibe? Es gibt so viele, die Ramana verehren und doch dem faschistischen Geist anheimfallen. Und der ist in diesem Thema, so betone ich immer wieder, eine Falle.

Und auch wenn es niemand mehr hören will, mit drei Lesern bin ich auch eher „ein Ruf in die Leere des Raumes“, ich betone es hier mal wieder:

„Deppenalarm. Leute, interessiert euch das Thema, passt auf. Diese „Neonationalen“ haben alle hier nichts anzubieten, da sie der sozialen Selbstdefinition auf Gedeih und Verderben ausgeliefert sind. Und so auch diesen Kleinkrieg und Großkrieg um relative Identität nie „tanszendieren“ können.“

Junkies an der Nadel des Identitätsersatzes, eines Placebo für das, was ich bin:

Das Selbst.

Und diese Verankerung im Selbst ist Brahmacharia: „Ich bin im Wesen jenseits (besser: diesseits) aller Stände“ – und hat nichts mit persönlichen Vorlieben, Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe, sonstigen Eigenschaften und „richtiger oder falscher“ Handlung zu tun.

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Dieses ganze Scheinwissen,

gerade auch in der Spiritualität, führt dazu, dass gerne die falschen Fragen gestellt werden.

Andererseits ist dieses Scheinwissen auch das Placebo, ohne das viele Menschen denken, nicht leben zu können. Und es erfüllt somit auch eine wichtige Funktion.

Wir dekorieren unser Nichtwissen mit schlauen Sprüchen und frohen Botschaften.

Ich kann es auch einfach einmal nackt betrachten, ist mir dieser Anblick nicht zu ernüchternd. Und dann sehe ich erst die Größe des Problems.

Wir sitzen hier nicht nur bis zum Halse, sondern bis über den Kopf, in der Scheiße. Reptiloidenscheisse. 🙂

Aber das will ja niemand hören, denn die Illusion das Ereignis in der Hand zu haben, und sei es als reinste Fiktion, ist viel zu verlockend.

Wenn ich es nicht weiß, kann ich ja zumindest einmal so tun. Und etwas an der Allwissenheit kosten. Und vom Weine trunken, greift er noch zum Schnaps, dem HardcoreWissen der Erleuchteten vom Schlage Putin und Trump.

Wäre sich die Menschheit über ihre Lage nur halbwegs bewusst, würden wohl viele in Panik ausbrechen.

Aber wohin soll ich fliehen, weiß ich nicht, was das hier ist? Es gibt keinen Fluchtpunkt für das Wissen. Ich bin persönlich in der Hand einer Kraft, die ich nicht verstehe.

Und ich kann ihr vertrauen oder auch nicht. Es ist egal, denn sie bleibt, wie ich mich auch zu ihr stelle: „höhere Macht.“

So oder so bestimmt sie das Ereignis, ob ich nun kreische oder mich in ihren Schoß fallen lasse.

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Ich darf gar nicht so laut nachdenken,

nur still und leise (vor mir selbst), sonst wird mir angesichts der globalen Lage ganz schummrig.

Dieser Nationalismus, in dem alle die Größten sind, wird an der Größe der Erde scheitern. Wohin mit all den Großreichen?

Die Natur löst das, so erscheint es mir zumindest, mit virtuellen Unterebenen.

Die zur Materie ist die persönliche Psyche. Und da sie auf der materiellen Ebene nicht wirklich viel Platz wegnimmt (als Hardware), darf sie sich über das ganze Universum ausdehnen, als virtuelle Unterebene.

Und recht analog scheint die Materie eine virtuelle Unterebene im Selbst zu sein. So groß das Universum auch ist, an Raumzeit, es nimmt dem Selbst keinen wirklichen Platz weg, so wenig wie meine Psyche der materiellen Welt.

Die Natur scheint das also elegant so zu lösen, dass auf einer virtuellen Unterebene jeder alles sein kann und darf, auch der oberste Herrscher im Universum, Sauron?, aber betrifft die Angelegenheit auch die „Mutterebene“, begegnet mein virtuelles Großreich einer ihm übergeordneten Ebene, die sich für meine private Gesetzgebung: „So müsste es sein“ wenig interessiert.

Für uns wahrnehmbar, bzw. aus der Wahrnehmung modellierbar, ist diese eigenartige Trinität der Wirklichkeit, in der das Selbst der „Heilige Geist“ ist, die Materie „Gott-Mutter/Gott-Vater“ und die Psyche Tochter/ Sohn.

Die Materie wäre so meine Mutter, aber was treibt sie? Sie erscheint unbewusst.

Als Mensch habe ich auf der materiellen Ebene eine Elternschaft, die alle Fragen mit eisigem Schweigen quittiert. Wir müssen ihr alle Würmer aus der Nase ziehen, also aus ihrem Treiben Rückschlüsse auf ihre Natur ziehen, sie selbst (als Menschheit) erforschen, um in der Frage nach uns selbst als Mensch und Psyche eine Antwort zu finden.

Es tun zwar viele so, als hätten sie eine Ahnung, um was es hier geht, aber betrachte ich mir die Sache selbst, komme ich immer zum selben Schluss: Wir sind die Ahnungslosen im Tal der Ahnungslosen, die ab und zu von einem Wahn heimgesucht werden, nämlich dem, eine Ahnung zu haben, was hier passiert.

Ich habe als Mensch so die völlige Arschkarte im Ereignis, da ich mich auf alle diese Aussagen nicht verlassen kann. Der eine sagt dies, der andere jenes, und in 100 Jahren wird man über die meisten lachen.

Als Mensch habe ist eine so totale Arschkarte, dass es schlimmer gar nicht mehr geht. Ich bin in einem Ereignis, über das alle spekulieren, aber sehr wenig wirklich gewusst ist.

Bei Lichte betrachtet bin ich dem Ereignis vollständig ausgeliefert, da weder ich es noch jemand anders durchschaut.

Und hier bin ich im unbekannten Land.

Der Mensch erklärt sich sein Hier-Sein auf alle möglichen Weisen. Und alle verbindet eines: Wirklich wissen tut es niemand.

Warum? Aus unserer Perspektive (als Mensch) verbirgt sich das Selbst (als Eigenschaften) wie hinter einem undurchdringlichen Schild. Das liegt wohl daran, dass wir nur Raumzeit wahrnehmen können. Ich kann als Verständnis (Instrument der Raumzeit) nicht über die Raumzeit hinausschauen.

Und in der Identität kann ich zwar erkennen, dass meine Substanz „jenseits“ der Raumzeit ist, aber dort ist kein Verständnis, kein sinnliches Subjekt der Wahrnehmung, das das Selbst betrachtet, sondern hier ist das Selbst die Gegenwart seiner selbst.

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Ich weiß derzeit im Thema nicht weiter.

Früher war ich sehr optimistisch, dass man das Thema besser lehren könnte. Und je länger ich mich daran versuchte, desto desillusionierter wurde ich von meinen Fähigkeiten, diesem Anspruch genügen zu können.

„Das ist ja wie verhext.“ „Das kann doch nicht sein.“ Die völlige Einfachheit des Themas wie seine Komplikation in der Sprache hängen mit diesem mirakulösen „Nicht-zwei“ zusammen, das die Philosophie des Advaita formuliert.

Das Selbst kann sich nicht selbst aushebeln, da es den Hebel nur in sich selbst ansetzen kann. Wäre das Selbst ein echtes Objekt, könnte ich es fassen und beschreiben: „das Selbst“. Aber dieses Bild existiert nicht unabhängig vom Selbst, sondern es ist auch noch der persönliche Beobachter zu diesem Bild.

Ich kann das selbst ohne den Beobachter, neutral wie persönlich nicht beschreiben und Bild und Beobachter bilden im Selbst eine Einheit: „nicht-zwei“.

Ein Baum lässt sich vortrefflich als Objekt beschreiben, so dass ich jedem erklären kann: „Dass nennt man Baum.“

Aber was macht den Baum oder Menschen nun zum Selbst? Ich kann auch den Menschen vortrefflich untersuchen und beschreiben, als Objekt im Selbst.

Jedoch geht es um das Selbst, ist das Bild erst vollständig mit der Ewigkeit im Hintergrund (dem Urbeobachter) und dem relativen Beobachter (Persönlichkeit). Der Beobachter (Selbstbild) und sein Bild (Weltbild) bilden als Aussage über das Selbst (neutral: Universum) eine Einheit.

Das ist wie in einem Traum. Wer bin ich in einem Traum. Der Geträumte, die geträumte Welt, in der der Geträumte erscheint, oder nicht beides, als der sogenannte „Träumer“?

Aber der eigentliche und wirkliche Träumer hat keine erkennbare Gestalt und bildet den „Himmel“ über jedem relativen Träumer und seinem relativen Weltbild.

Um das Selbst zu erkennen, muss ich weder wissen, warum ich so bin, wie ich bin, noch: wie es dazu kam, noch: wie es weitergehen könnte.

Ich muss nur erkennen, dass es zwischen dem „Himmel des Bewusstseins“, in dem der „Traum“ ungeklärter Ursache erscheint, einer Persönlichkeit und einer Welt keine wirkliche Grenze gibt.

Das sind alles soziale Konventionen und machen im Sozialen Sinn oder auch nicht, wie ich es im Einzelfall sehen will, aber am Ende, jenseits des Theaters, gibt es eben nur einen „ungetrennten Himmel“: das Selbst.

Und das ist auch der Grund, warum dieser ganze Nationalismus immer wieder wie ein Kartenhaus in sich zusammen fällt. Es gibt keinen wirksamen Schutz vor dem Ganzen, egal wie hoch der braune Jägerzaun ist.

Das selbst ist immer alle. Und darin, jeder zu sein, eine harte Nuss, denn auch als Depp fühlt es sich pudelwohl.

Was macht man nun in einem Zoo aus lauter „Göttern?“ Alles echte Kandidaten des Selbst im Dschungelcamp des Lebens?

Wo ist das echte und das falsche Selbst? Jenseits des Sozialen stellt sich nicht einmal mehr die Frage nach der Selbsterkenntnis, schon sie braucht ein soziales Gegenüber.

Und persönlich kann niemand das Selbst für sich alleine (als einer der vielen Körper) beanspruchen, aber wird das Selbst im Wesen immer alleine sein.

So ist das im Wesen ganz einfach (das Einzige, was ist) und in Worten so undurchdringlich scheinend, da es alles und davon auch wieder nichts ist.

Und trotzdem hier, allen Aussagen und allem Nicht-Sein zum Trotze.

Das Selbst ist für das Verständnis wie eine nicht vorhandene Nuss, an der es sich ständig die Zähne ausbeißt, da es nichts zwischen die Zähne kriegt, nichts was letztlich als festes Objekt beschreibbare Substanz wäre.

Und nicht vorhandene Zähne beißen in nicht vorhandene Leere.

So hart ist diese Nuss für das Verständnis, aber schweigt es einfach einmal, bleibt nur der Himmel übrig. Und alles wird klar.

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Die Vögel haben schon den ganzen Sack leer gefressen, 20 kg.

Aber seit ich die Sonnenblumenkerne günstig einkaufe, ist mir das egal.

Ich habe während dem Schnee auch Stieglitze und Kernbeißer gesehen, aber meist sind es derzeit Meisen und Kleiber.

Von der Temperatur ginge es, aber der kalte ruppige Wind schreckt mich derzeit vom Radfahren ab. Und ich habe auch wieder meine Kälteempfindlichkeit, obwohl ich mir YouTubes mit Wim Hof, dem KälteGuru, angeschaut hatte.

Ich finde ganz unterhaltsam, was er so treibt, von seinem Urschrei bis zum Eisbad. Und ich kann sogar verstehen, dass ihm das Spaß macht.

Es gibt immer Menschen, die eine fast unverwüstliche Natur haben, aber ob ich das lernen kann? Das ist die gute Frage, wie beim „Erwachen“ auch.

Es gab einmal einen Schweden, den nannten sie den „eisernen Opa“, da er mit 66 Jahren ein Radrennen durch ganz Schweden gewann.

Der fuhr mit über 90 Jahren noch mit dem Fahrrad von Schweden in die Türkei in Urlaub.

Das kann ich nur sehr beschränkt lernen. Manche Menschen sind halt Tiere. 🙂

Eine Laune der Natur.

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Das Brüten eines Huhnes

ist ein schöner Vergleich zu „Atman Vichara“. Das Huhn „tut“, indem es nichts tut, einfach nur seine Körperwärme spendet.

Und vom komplizierten Vorgang der Entwicklung eines Kükens hat das Huhn keine Ahnung. Davon weiß es nichts, das alles kann es auch nicht tun. Seine Rolle ist persönlich daher auch nicht sehr anspruchsvoll.

Das ist am Selbst gerne das Verständnisproblem. Es löst das alles durch seine bloße Anwesenheit aus, ein ganzes Universum, ohne persönlich zu wissen, was darin genau passiert.

Was, das bin ich, das war ich? Keine Ahnung.

Daher gibt es auch Leute, die meinen, dass ein Eremit, versteckt auf einer Müllkippe, äh, im Urwald, gerne mehr für das Wohl des Ereignisses tun, als mancher, der wild herumwirbelt: „Er brütet“.

Warum „brütet“ er? Das weiß er selber nicht.

Stimmt das dann? Was weiß ich? Es klingt zumindest gut, könnte ich durch Nicht-Tun tun. Das genau macht das Selbst. Es tut nichts. Es ist seine bloße Anwesenheit, die das alles auslöst.

Und diese Macht des Lichtes des Bewusstseins ist und bleibt zutiefst rätselhaft.

So ist „Ich bin“ nicht nur die Ur-Tat, sondern auch der Ur-Täter, der in der Ur-Tat eigentlich noch gar nicht existiert.

Und die Welt erscheint als die Tat eines nicht vorhandenen Täters.

Und das ist für den Täter praktisch, da ihn niemand zur Verantwortung ziehen kann, sondern er selbst und sein eigenes Opfer in einem ist.

„Wüsste ich doch nur, wer ich bin?“ Was im Bewusstsein einfach zu klären ist, ist in der Gestalt die Arschkarte:

„Wüsste ich doch nur, wie ich ticke?“

Und schaue ich in das Ereignis, sehe ich, dass wir derzeit noch so gut wie keine Ahnung haben, egal wie sehr ich immer das richtige Selbst bin. Ich bin mir selbst nämlich ein völliges Rätsel, was dieses Ereignis betrifft. Aber jede relative Lösung (die Frage nach dem persönlichen Glück) hängt mit an der ungeklärten Frage zusammen, wer ich als die Energie im Ereignis bin.

„Wie wirkt Bewusstsein? Und warum so und nicht anders?“

Viele Antworten, aber wo ist ihre verlässliche Substanz? Die ist nicht zu sehen.

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Alles, was ich wahrnehme, ist physikalisch ein Blick in die Vergangenheit.

Es gibt Stimmen, die meinen, auch die Gedanken, als das Navi der Persönlichkeit, finden bereits in der Vergangenheit statt, ehe sie (von wem auch immer) wahrgenommen werden, doch derzeit wird im Thema Gehirn die Quantenverschränkung diskutiert, was hieße, die Information ist zumindest teilweise in ihrer Wahrnehmung Gegenwart, da in der Quantenverschränkung der räumliche, und daher auch zeitliche Abstand keine Rolle spielt.

Dieses: „Was ich denke, ist bereits gedacht“ ist damit wieder infrage gestellt.

Unabhängig davon, wie sich die Ereignisse als Raumzeit gliedern, gibt es für das Wahrnehmende (Selbstempfinden) nur Gegenwart. Aus der Gegenwart meiner selbst (was auch immer das sei) blicke ich in ein Ereignis, dessen Gliederung als Raumzeit noch viel Diskussionsstoff aufwirft.

Schaue ich in die Raumzeit, bzw. in ihren Aspekt des sozialen Ereignisses, bleibt der persönliche Einfluss meist sehr gering (es ist eher eine Art Chaos, das den Einfluss bestimmt).

Aber je näher das Ereignis an mir selbst ist, desto größer ist wiederum die persönliche Einflussmöglichkeit, egal ob die letztlich eingebildet ist oder auch nicht.

Diese Diskussion ist schwierig, da der wirkliche Vergleich fehlt, den ich zwar statistisch (über die Zahl der Teilnehmer und Ereignisse) bewerten könnte, aber es bleibt auch so schwierig, zu einer angemessenen Bewertung zu kommen.

Die Statistik ist zwar sozial ein gutes Instrument (über möglichst viele Teilnehmer gesehen), aber im Einzelfall ist die Aussagekraft eher gering.

Jedoch, will ich Einfluss nehmen, ist er meist nur in der unmittelbaren Nähe des persönlichen Hier einigermaßen effektiv. Also die Wahrscheinlichkeit, dass es „was hilft“ (was immer eine persönliche Bewertung ist) am Größten.

Mir kam gestern in der Meditation, daher schreibe ich das, ein Bild über eine mögliche Strategie im Umgang mit Fragen des Lebens (so weit sie mich interessieren), das, relativ gesehen, nicht mehr in die soziale Zukunft (Erwartung) schaut, sondern primär auf ihre „Kondensation als Ereignisse“ im „persönlichen Hier“ (der unmittelbaren persönlichen Wahrnehmung).

Ich richte also den Blick (sofern ich etwas mitgestalten will) mehr auf diese Kondensationsebene der Ereignisse im persönlichen Hier, also auf die Ereignisse, die zu mir gespült werden.

Zu diesem Modell will ich nun einige Experimente machen, und bewährt es sich, oder sieht zumindest „brauchbar“ aus, werde ich es hier beschreiben.

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Heute kam ich in eine Polizeikontrolle bei uns im Dorf.

Und wie das letzte Mal als das einzige Auto weit und breit, das sich die Straße entlang bewegte. Drei Polizisten starrten mich an: Endlich ein Opfer.

Nach dem Höhepunkt des Ereignisses, der Alkoholkontrolle, durfte ich weiter.

Ich hatte dieses Mal alles dabei, auch die Versicherungsbescheinigung, die das letzte Mal fehlte, aber nun ging es um den Führerschein. Viele würden mit einem ausländischen Führerschein fahren, damit sie keine Punkte in Frankreich bekommen, meinte der eine Polizist, während die beiden anderen das Auto inspizierten.

Aber da ich ja nicht rasen würde, Blick auf mein Auto, wäre ich wohl unverdächtig.

Da Kali Rex brütet, brütete ich mit ihr am Morgen gemeinsam, ich meditierte, und das war sehr interessant:

Einst wurde Meister Fu gefragt, warum er, er habe ja das Selbst schon erkannt, noch meditiere?

Und er antworte: Warum rechnet ein Mathematiker, er kann doch schon rechnen?

Und da mich das derzeitige Wetter weniger für „Outdoor“ inspiriert, schlotter, werde ich die nächste Zeit etwas mit Kali Rex „brüten“. Und Kali Rex darf den Zen-Meister spielen.

Die Brutmeditation ist ein nettes Sesshin. Die Hühnerbrut dauert recht genau 3 Wochen. In dieser Meditation sitzt vorne ein brütendes Huhn. Und die Meditation dauert so lange, bis die Küken schlüpfen.

Gestern erklärte mir Kali Rex den ganzen Tag, dass sie nun brütet. Und heute hat sie bemerkt, dass ich es kapiert habe.

Wir Menschen sind auch nicht viel anders programmiert. Wir bilden uns nur mehr ein, irgendetwas sei auf unserem ganz persönlichen Mist gewachsen, was eher ein „transpersonales“ Verhaltensmuster ist, ein genetisches „Feature“.

Warum bin ich Mann, Frau oder Huhn? Das ist alles nicht auf persönlichem Mist gewachsen. Und ich darf mir etwas darauf einbilden, aber ich darf auch sehen, dass ich darin eben einer Kraft unterliege, die ich nicht verstehe: dem Selbst.

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Das Problem an der Selbsterkenntnis ist ja nicht,

dass das Selbst schwer zu finden wäre, sondern dass das Selbst, das zu finden ist, nicht erwünscht ist: Ich will ein anderes Selbst.

Ich will mich selbst sein, aber erst, habe ich ein anders, nein „das richtige“ Selbst. Und wie soll das aussehen?

Und das ist dasselbe wie mit der Mode. Nur wer glaubt, das falsche Selbst zu sein, muss das richtige kaufen. Daher muss sich die Mode immer wieder ändern, sonst hätte ja jemand irgendwann das richtige Selbst. Und an dem ist nichts mehr zu verdienen.

Wer das hat, was er suchte, ist bedient. So und so herum.

Ich kann mich nun hinstellen und sagen: „Was du suchst, bist du schon. Macht 19 Euro.“ Aber eine Flasche Mineralwasser ist billiger. Und es ist mehr als leere Worte.

Warum das Selbst so ist, wie du bist, darüber kann man diskutieren, aus Spaß an der Diskussion, aber der Abgrund ist recht tief, in den ich Richtung Ursache blicke.

Oft reicht es daher, nur mit der Schulter zu zucken, wer will wissen, was das Leben die letzten drei Milliarden Jahre alles trieb, bis es so aussah wie heute?

Ich hatte schon vor längerem aufgegeben, zu ergründen, warum ich so bin, wie ich bin, als Mensch, denn der Abgrund ist Milliarden von Jahren groß, und das, und das, und dann fiel die Urratte in den Sumpf, und eine endlose Tragödie.

Es gibt Menschen, die glauben, Wasser speichert Informationen. Aber ich bin ja froh, dass Wasser kein Gedächtnis hat, denn müsste ich mit ihm daran erinnern, als es in einer Saurierblase verweilte, sich dann entleerte, verginge mir der Genuss.

So schmeckt Wasser immer rein, ist es rein, egal was es seit dem Urknall erlebt hat. Aber trotzdem ist es Wasser, wie die Persönlichkeit Persönlichkeit ist.

Die ist für sich selbst „rein“ bei der Geburt, auch wenn sie physisch auf einer endlosen Tragödie fußt. Was für sie davon relevant ist, ist angelegt, aus den Erfahrungen dieser endlosen Geschichte. Aber für sich selbst ist es eine Neugeburt. Wie Wasser, egal was passiert: Es ist Wasser.

In diesem Falle: Es ist das Selbst.

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