Viveka

Das Unterscheidungsvermögen im Jnana-Yoga (Viveka) bezieht sich nicht darauf (siehe auch den Beitrag zu den „drei Welten“), die Ausdrucksformen des Ich voneinander zu unterscheiden, sondern alle Ausdrucksformen des Ich (als die „drei Welten“), vom Ich zu unterscheiden, das in gleicher Weise „hinter“ allen dieser „Welten“ steht: Ich.

Und hier bezeichnet Ramana das Ich als die Leinwand. Er unterscheidet manchmal auch zwischen großem Ich und kleinem Ich, aber das ist in meinen Augen alles eher verwirrend.

Es gibt eben nur „Ich“ als Hintergrund zu allem. Und das ist das Ich, jenseits aller Unterscheidung seiner Ausdrucksformen, das gesucht wird.

Und eines ist dadurch natürlich auch klar: Es kann nie weg gewesen sein. 🙂

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Gestern zeigte mir Colette

eine Pflanze in ihrem Garten, die sie nicht bestimmen konnte. Und ich suchte dann im Internet. Es ist die berüchtigte Ambrosia, die in der Schweiz sogar meldepflichtig ist.

Sie ist für Allergiker recht belastend, denn sie kann Kreuzallergien auslösen und auch die Wirkung von Luftschadstoffen verstärken.

Das war die erste Aktion am Morgen, die „Frohe Botschaft“ zu diesem Gewächs abzuliefern, denn sie war ganz stolz auf diese große Pflanze, die von selber kam und kurz vor der Blüte steht. Das Risiko, allergisch auf Ambrosia zu reagieren, scheint irgendwo zwischen 20 und 25 % zu liegen. Zumindest war das die Beobachtung aus einer franz. Abhandlung über dieses Gewächs, die ich las.

Aber nun müssen sie erst einmal selber nachschauen, ich bestimmte sie aus dem Gedächtnis, doch als ich sie vorhin sah… das ist sie wohl schon. 🙂

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Die „drei Welten“

„ich, „mein“, „nicht mein“ zu durchschauen (also „Maya“) heißt nicht, dass sie dann weg sind.

Es heißt treffender, zu erkennen, dass sie nicht wirklich voneinander zu trennen sind. Das bleibt ein „künstliches“ Vergnügen (oder Missvergnügen), dessen Anstrengung in Paradoxen mündet.

So auch in der Frage nach „Karma“. Wenn ich zum Beispiel behaupte, Karma ist völlig persönlich, ist das eine sehr berechtigte Perspektive. Und wenn ich behaupte, Karma sei völlig unpersönlich und neutral, ist das auch eine völlig berechtigte Perspektive.

Und wenn ich nun frage, welche von beiden wahr ist, dann ist die Antwort: „beide wie auch keine“, denn das Paradox zeigt einfach nur: „Hier hat dein Verständnis seine temporäre Grenze in der Interpretation dieses Ereignisses erreicht.“

An dem, wie wir die Welt interpretieren, bleibt immer ein Rest, den wir unten den Teppich der Paradoxe kehren, so auch, dass die „drei Welten“, die der Dreizack Shivas symbolisiert, letztlich nur ein Modell der einen Welt sind.

Ich kann sie durch „ich“ (leer-persönlich), durch „mein“ (persönlich) und durch „nicht mein“ (objektive Welt) betrachten, und es gibt letztlich keinerlei echten Beweis, welche Perspektive nun *wirklich wahr* ist. Ein paradoxes Dreigestirn der Weltwahrnehmung. „Ich“ (Gott-Vater), „Mein“ (Tochter/Sohn), „Nicht mein“ (Der Heilige Geist): die Trinität.

Maya zu „durchzuschauen“, heißt im Wesen die Einheit dieser Trinität zu erkennen. Was wir als drei Welten aufdröseln, interpretieren, sie gegeneinander gewichten, ist eine Wirklichkeit.

Und welcher Aspekt (unserer Dröselarbeit) ist nun wirklicher? Die Wirklichkeit?

Wo ich mich für nur „eine“ entscheide, rächen sich die anderen zwangsläufig an mir. 🙂

Aber wo ich einfach selbst „die Klappe halte“ leben sie friedlich und harmonisch zusammen, da sie keine drei Welten sind. Erst das Verständnis sieht (aus ihm guten Gründen) ein Problem darin, da es diese Einheit nicht durchschaut. Aber das Bastelwerk ist seine eigene Schöpfung: „Maya“ aus der „einen Welt“… „Der Schrecken meiner Hühner bin ich“.

Und was ist nun ein „Guru“?

Ein Guru ist wie Wasser. Es erodiert. Ich sage es, da er keiner der drei Welten alleine gehört. „Guru“ ist weder (nur) „ich, „mein“ oder „nicht mein“, sondern Transzendenz: in der einen Welt beheimatet.

„Guru“ manifestiert sich so dreifach: „außen“, „innen“, „selbst“. In allen „drei Welten“. Wie er in dir auftaucht (mystische Einsichten), so kommt er auch in entsprechender Weise von „außen“: völlig „personalisiert“, also auf die persönliche Situation zugeschnitten.

Das ist kein „Spiegel“, in dem sich „innen“ „außen“ spiegeln würde. Das ist ein Vorgang, den das derzeitige menschliche Verständnis als „drei Welten“ interpretiert.

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Heute radelte ich

nach Combeaufontaine, nur auf ganz kleinen Straßen durch Wald und Wiesen über die Dörfer im Hinterland. Durch die trockene Luft ist es morgens eine Freude zu radeln. Erst gegen Mittag steigt das Themometer auf 30° C.

Ich traf Colette. Und sie hat eine erstaunliche Tomatenpflanze, die von selber keimte, mit tausenden von Blüten und winzigen Früchten. Davon habe ich mir bei ihr Samen bestellt. Auch unser Bauer hier staunte, noch nie gesehen. Sie sieht eher wie ein Blütenpolster aus.

Ich machte Reis, aber die Henne war nicht zufrieden, klopfte energisch gegen das Fenster und rief: Wo bleibt der Nachtisch, die Trauben?

Eines der hellen Küken ist besonders zutraulich. Das bekommt die meisten Trauben ab, da es sie mir gerne aus der Hand frisst, während die anderen scheuer sind.

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In meinem Pflaumenbaum

sitzt nachts der Siebenschläfer, ruft: Pfft, pfft, pfft“, und schlägt sich den Bauch voll, er geht ja bald für sieben Monate in den verdienten Winterschlaf.

Die ersten Trauben sind reif. Die Hühner lieben Trauben. Ständig kommt die Henne angerannt, will einen Leckerbissen. So gibt es nun erst einmal Trauben.

Eines der Küken wurde gestern krank, starb in der Nacht. Vermutlich hatte es etwas Giftiges gegessen.

Am Morgen radelte ich nach Fayl, kam in eine vereinsamte (die ganze Straße war leer) Polizeikontrolle, aber hatte sogar mein vorschriftsmäßiges „gillet jaune“ an. Sie wollten nichts von mir wissen. In den Zeiten des Smartphones spricht sich das schnell herum. Ich hatte mich schon gewundert, dass kein Fahrzeug auf dieser Straße unterwegs war. Auf dem Rückweg waren sie dann weg.

Ansonsten gemütlich. Es läuft nichts weg. Ich bin derzeit für „alles verdorben“, das, was gerade passiert. 🙂 Es muss nicht mehr sein, es braucht nicht weniger zu sein. Und will ich mich zwischendurch gruseln, lese ich Nachrichten. 🙂

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Es ist 20 Uhr,

ich goss die spärlichen Kartoffeln. Und es wehte ein warmer Wind. Hier hat es immer noch 31° C, sah ich bei Kachelmann. Und wie ich goss, taten sich Löcher im Erdreich auf. Die Wühlmäuse sind bereits bei der Kartoffelernte. Und sicher die Hälfte der Kartoffeln hatten sie bereits gefressen, bevor sie überhaupt austreiben konnten.

Nun bin ich wieder so weit, wo ich schon im Frühsommer war, bevor mich die Idee heimsuchte, Gemüse anzubauen: Bleibe bei deinen Brennnesseln. 🙂

Immerhin ist die Melde angewachsen. Aber wofür? Heute sah ich ganze Felder, auf denen Unmengen von Melden als Unkraut zwischen Linsen wucherten, mehrere Hektar Melden. Überhaupt wächst die Melde überall wild. 🙂

Und die Tomatenpflanzen, die mir Colette geschenkt hatte, wohl einige exotische alte Sorten, schmecken mir gar nicht. Es hat wohl Gründe, warum manche Sorten fast ausgestorben sind. 🙂

Aber die Hühner mögen sie. 🙂

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Ich wollte nur meine Brille suchen,

die ich beim mysteriösen Fahrradunfall am 1. Januar verloren hatte, radelte dann aber weiter nach Jussey, wo heute Markt ist und kaufte in der Apotheke Magnesium und auf dem Markt Frühlingsrollen.

Für Komoot (Routenplaner) ist das eine „schwere Fahrradtour“, 51,3 km und 480 hm, aber es war ganz gemütlich. Nur auf dem Hinweg hatte ich ruppigen Gegenwind.

Am Morgen fand ich es eher kühl, obwohl es um 1 Uhr 31° C hatte. Heute war relativ viel Verkehr, für hiesige Verhältnisse. Und der nervte mich mehr als der Gegenwind. Es ist ja auch „Hochsaison“.

Die Hühner graben die frisch gegossenen Beete um und fressen das zarte Unkraut. Das ist praktisch. Dafür bekamen sie eine Frühlingsrolle.

Und ich denke an ein Mittagsschläfchen nach dem Kaffee.

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Noch mindestens eine Woche

soll es über 30°C haben, dazu weht bei mir ein trockener und böiger Nord-Ost, der zusätzlich alles austrocknet, selbst die Trinknäpfe für die Vögel.

Für den größten Teil Frankreichs ist inzwischen die höchste Alarmstufe im Thema Trockenheit ausgerufen worden: „Krise“. Bei uns noch die Stufe eins darunter: „Alerte reforcée“.

Nach den derzeitigen Wettermodellen gibt es vorerst keine durchgreifende Änderung. Und den experimentellen Langfristprognosen nach auch keine Änderung bis Mitte November. Das wäre eine Art „Gau“. Die Wetterlage ist (abgesehen von leichten Schwankungen) derzeit wie festgenagelt.

Gestern hatte ich die Melden gepflanzt und ausgiebig gegossen. Ich habe zum Glück den Brunnen, der früher die Häuser in der Straße mit Trinkwasser versorgte. Aber das Wasser ist schon wieder verdunstet, und die Melden lassen die Blätter hängen.

Die Küken sind munter. Auch Bobberle waltet seines Amtes und sucht für sie Käfer.

Ab 20 Uhr darf ich wieder gießen.

Ansonsten gemütlich. Mit den Brennnesseln bin ich fertig, alle gerieben, in Gläser abgefüllt und dunkel und „kühl“ gelagert.

Mal sehen, wie es weitergeht. In weiten Teilen Frankreichs ist das bereits, ohne was noch kommen mag, die extremste Dürre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

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Besucher

Frauke schickte mir heute schöne Fotos vom Besuch bei mir. Eines werde ich hier veröffentlichen, auf dem wir drei, Kristin, Frauke und ich, zu sehen sind.

Ich persönlich veranstalte derzeit gar nichts im Thema „Spiritualität“. Aber so ein Besuch hatte mir sehr gut gefallen. Wenn dann das Thema gestreift wird, geht es um Post-Erwachens-Themen.

Und ich bemerkte, dass mir das viel besser gefällt, als „Erwachen“ zu lehren: Zusammensein mit Freunden.

„Spirituelle Lehre“ ist ein sehr undankbarer Job, schon wegen all der Erwartungen, die auf den Lehrer projiziert werden. Was einerseits völlig natürlich ist, ging mir ja auch so, andererseits für den Lehrer auch irgendwie anstrengend.

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Eine Putzwut

hat mich angefallen. Und ich räume, was ich seit 20 Jahren nicht mehr tat, alle Schubladen aus und sortiere gerade Kleinteile. Und fluche, da ich ständig hin- und herrenne. Es geht mir darum, wieder einen Überblick zu haben, was ich noch verwerten kann. Und vor allem, wo was ist.

Gestern fing ich mit den Nahrungsmitteln an, was wann abläuft, Restbestände aus der Pandemie, um eine Idee zu gewinnen, wie ich alles verbrauche. Und stellte fast, dass mir und den Hühnern das Futter zur Not bis in den nächsten Frühling reicht.

Heute ist angenehm, aber die Wettermodelle basteln an einer endlosen Hitzewelle. Und in 10 Tagen soll es dann 37° C haben. Wenn die so kommt, zerfällt hier alles zu Staub. Mais und Sonnenblumen sehen, ich bin zwar nur Laie, übel aus. Und die Bauern verfüttern bereits das Heu für den Winter, da die Weiden inzwischen braune Steppen sind.

Ich traue dem Braten (im wahrsten Sinne 🙂 ) nicht und rechne im Winter nicht nur mit einer Energiekrise, sondern auch einer Nahrungsmittelkrise. Daher will ich derzeit auch wissen, wo was ist, von Kerzen bis Streichhölzern.

Die einzige Gemüsepflanze, die sich bei mir als recht robust erwies, ist die Melde. Und mit der werde ich, komme ich heute noch dazu, die beiden Beete bepflanzen, auf denen die Zwiebeln und Kräuter eingegangen sind. Die Melde ist eine Art wilder Spinat, seit der Steinzeit als Nahrungsmittel genutzt, und, so sehe ich derzeit, sehr genügsam.

Wir steuern derzeit auf eine Rekorddürre zu. Und das in einer globalen Lage, in der wir sie wenig brauchen können. Und die Wettermodelle sehen keine durchgreifende Änderung der Großwetterlage bis zum Ende der Modellberechnungen.

Daher nutze ich die Abkühlung heute und morgen, um im Haus den Besen zu schwingen, alles zu ordnen, denn ich habe im Winter keine Lust, mich um irgendetwas zu balgen, sei es Sprit, seien es Nudeln.

Das scheint alles viel schneller zu kommen, als ich erwartete, jedoch, die Zukunft kenne ich auch nicht. Es riecht derzeit einfach ziemlich angebrannt.

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